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Krefeld Pinguine: Pavlov schützt das Team und lehnt Kritik ab
„Schläger zu lang, Puck zu schwarz, Eis zu glatt“

Eigentlich sollte alles anders werden. Das wurde es auch irgendwie - allein, nicht besser. 15:46 Minuten standen am Sonntag auf der Anzeigetafel im ISS-Dome, genauso wie ein 5:0. Das Gastspiel in Düsseldorf, besonders das erste Drittel der Pinguine, ein einziges Trauma. Und nicht nur psychologisch möglicherweise folgenschwer.

Doch die Pinguine haben schlicht und ergreifend keine Zeit, sich einen Knacks zu leisten. Denn es geht noch ganze zwei Mal aufs Eis, dann stehen die Play-off-Platzierungen fest. KEV-Coach Igor Pavlov ist sich aber jetzt schon sicher: „So etwas wie in Düsseldorf passiert. Im Sport gibt es keine Gnade, da muss man stark sein. Aber wir haben das vergessen.“

Vielleicht hat der Russe ja deshalb auch das Training ein wenig gedrosselt. Nach der herben Pleite gab es für die Cracks jedenfalls erstmal zwei Tage frei. „Wir sind da flexibel“, sagt der Coach. Als Reaktion auf die öffentlich geäußerte Kritik am harten Trainingsprogramm will Pavlov das aber unter keinen Umständen verstanden wissen. „Ich kann damit nichts anfangen, das wird irgendwann zu absurd. Wer Ausreden suchen will, der findet auch welche. Dann ist der Schläger zu lang, der Puck zu schwarz oder das Eis zu glatt.“

Und derlei Ausflüchte will der Coach vor der anstehenden Aufgabe am morgigen Freitag (19.30 Uhr) nicht hören. Denn das Gastspiel bei den Grizzly Adams Wolfsburg hat Endspielcharakter. Bange ist Pavlov vor dem Auftritt beim frischgebackenen Pokalsieger zwar nicht, dennoch tritt er die Reise mit jeder Menge Respekt an: „Die haben Hannover deutlich geschlagen und werden mit jeder Menge Selbstbewusstein auftreten. Es wird daher sehr, sehr schwer für uns. Wenn wir dort bestehen wollen, werden wir schon ein defensives Kunststück abliefern müssen.“

Daran, dass seinem Team das gelingen wird, zweifelt er aber nicht. „Wir haben schließlich über 50 Partien zusammengehalten und das als neu formierte Mannschaft. Dass wir mal ein Spiel Schwäche zeigen, ist normal. Wir müssen das einfach zu einem guten Ende bringen. Ende gut, alles gut.“

Dabei drängt sich die Frage auf, ob die direkte Play-off-Qualikation den Krefeldern überhaupt gelegen käme. Immerhin ist die Bilanz nach den letzten Pausen verheerend. Doch Pavlov hat vorgesorgt. „Wir werden dann die Jungs aus der DNL hochziehen und so im Spielrhythmus bleiben und Special Teams trainieren.“

Also könnten die Play-offs eigentlich kommen. Wünsche für‘s Viertelfinale hegt der 44-Jährige jedoch nicht: „Da gibt es so viele schöne Gegner, ob Düsseldorf, Mannheim, Augsburg.“

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