Zum sechsten Mal in Folge verließen die „Kleeblätter“ ungeschlagen den Platz. Zum dritten Mal in Serie ging die volle Punktzahl gebündelt auf das Konto der Oberhausener. Mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den FSV Frankfurt gelang von 5330 Zuschauern die Revanche für das 1:3 aus dem Hinspiel. Und gleichzeitig der nächste große Schritt in Richtung vorzeitiger Klassenerhalt. Für den FSV war es die erste Pleite seit dem 1. Dezember 2008.
Und wie in Ahlen war der Dreier nach den Treffern von Kim Falkenberg (61.) und Markus Kaya (66., Foulelfmeter) absolut verdient. Am Ende hätte Oberhausen sogar in Überzahl (64., Rot gegen Keeper Patric Klandt nach einer Notbremse gegen Julian Lüttmann) etwas für das Torverhältnis tun können. Aber Marcel Landers versiebt in drei Szenen völlig blank vor dem Gäste-Schlussmann Marjan Petkovic (einmal Pfosten, zwei Mal vorbei).
Trotzdem ließ sich der von den Fans lautstark gefeierte Coach Jürgen Luginger seine Laune nicht verderben. „Man hat bei uns von Beginn an gesehen, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Auch wenn wir uns am Anfang schwer getan haben trotz unserer Feldüberlegenheit. Aber wir hatten die nötige Geduld und haben die Ordnung nicht verloren.“
Daher musste auch Gäste-Trainer Thomas Oral, der nach 79 Minuten von Schiedsrichter Thomas Metzen auf die Tribüne geschickt wurde, die Niederlage neidlos anerkennen: „Wir wussten, wir treffen auf einen sehr guten Gegner. Und RWO hat verdient gewonnen. Die erste Hälfte haben wir nicht so angenommen, wie wir das geplant hatten. Da waren wir einfach zu passiv. Nach der Pause sind wir besser rein gekommen. Und dann fangen wir uns einen Konter, das wollten wir absolut vermeiden.“
Was nicht gelang, daher sagte Falkenberg danke, nachdem er den Angriff zum 1:0 gleich zwei Mal selber einleitete und dann auch vollendete. Oral: „Dann wechseln wir, fangen uns aber sofort den Platzverweis, obwohl wir den Ball vor dem Elfmeter schon hatten. Wer so Fehler begeht, kassiert meistens ein Tor. Danach war es in Unterzahl schwierig zurück zu kommen.“
Und hätte Landers seine Szenen effektiver abgeschlossen, hätte es noch einen richtigen Abschuss für die Gäste geben können. Aber auch so verteilte Luginger, der seinen Vertrag unter der Woche bis 2011 verlängert hatte, ein Lob an seine Jungs: „Der Einsatz und die Leidenschaft waren wieder sensationell. Dabei haben wir gelernt, auch die nötige Ruhe zu bewahren. Der Sieg war vor den beiden schwierigen Auswärtsbegegnungen in Fürth und Augsburg sehr wichtig. Denn auch hinter uns punkten die Teams.“
Was RWO aber aktuell nicht kümmert, denn mit stolzen 31 Zählern hält man sich die lästigen Plätze bemerkenswert auf Distanz.




