Nach fünf Jahren bei der HSG Düsseldorf kehrt nun Philipp Pöter, der in der TUSEM-Jugend spielte, nach Essen zurück. Der gebürtige Recklinghäuser, der in bislang 18 Partien 58 Tore erzielen konnte, freut sich auf seinen neuen und alten Verein: „Es ist toll, Bestandteil einer jungen, hungrigen Truppe zu werden, welche in der kommenden Saison eine gute Rolle in der zweiten Liga spielen wird."
Dort wird der "Neue" dann - so die Planung - von Kristof

Soll TUSEM in der 2. Liga coachen: Kristof Szargiej (Foto: firo).Szargiej
trainiert, dem man ein Händchen für Aufbauarbeit nachsagt. "Unter ihm möchte ich mich weiterentwickeln", reibt sich Pöter, ehemals auch beim PSV Recklinghausen, die Hände, "und mit dem TUSEM den Weg möchte ich zurück in die Handball-Bundesliga gehen“. Eine echte Mission. Für die eine Mannschaft aufgebaut und abseits des Feldes viel Porzellan gekittet wird.
Pöter soll beispielhaft für das Konzept des neuen TUSEM stehen, er ist im Rückraum variabel einsetzbar. Dies hatte er unter anderem während der Relegation im letzten Jahr unter Beweis gestellt, als er als Rechtshänder im rechten Rückraum zu den Aktivposten seiner Mannschaft gehörte. Szargiej freut sich auf den Neuzugang. „Er ist sehr ehrgeizig, deckungsstark und verfügt schon über Erst- und Zweitligaerfahrung.“
Mit Pöter soll auch der bereits erfolgreich eingeschlagene Weg mit Spielern aus der Region weiter verfolgt werden. „Der Zuschauerzuspruch in den vergangenen Partien zeigt, dass die Fans dieses Konzept mittragen“, sagt Stephan Krebietke, Presseverantwortlicher des TUSEM, „Spieler aus der Region schaffen eine große Identifikation mit dem Verein“. Das angesprochene Porzellan, Fans und Sponsoren, müssen neu überzeugt werden.
Der 1,88-Meter- und 92-Kilo-Mann Pöter ist angetan: "Die Gespräche in Essen mit den Verantwortlichen waren sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass hier etwas Neues, Gutes entsteht. Düsseldorf hat sich noch Zeit gelassen, deshalb habe ich mich für den TUSEM entschieden, da ich auch Planungssicherheit bekommen wollte.“
Mit jedem neuen Akteur hat das auch TUSEM-Manager Stefan Hecker: "Natürlich wollen wir möglichst viele Spieler auch aus der eigenen Jugend hervorbringen, so wie uns das zuletzt erst bei Ben Schütte oder Martin Wozniak gelungen ist. Aber auch Jungs aus der Region schaffen eine hohe Ansprache bei den Anhängern“, vollzieht der Ex-Keeper den Schulterschluss mit Krebietke.
