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MSV: Eine Mandelentzündung rotiert Marcel Heller aus dem Kader
„Es wird weiter gut laufen“

Eigentlich ist Peter Neururer ja extrem abergläubisch und hält an seinen Ritualen fest.

Dazu gehört eigentlich auch die Startelf, die seit nunmehr sechs Wochen unverändert ist. Doch der Fußballlehrer wird am Sonntag im Spitzenspiel gegen Freiburg zu einer Umstellung gezwungen. „Marcel Heller hat eine Mandelentzündung und muss noch bis Donnerstag Antibiotika nehmen“, berichtet Neururer. „Er war gegen Nürnberg schon angeschlagen, hat aber nichts gesagt. Damit handelt er zum einen nicht im Sinne der Mannschaft. Zum anderen ist es auch für ihn nicht gut. Ich unterstelle ihm aber keine Boshaftigkeit, sondern nur falschen Ehrgeiz.“

Heller selbst sieht die Sache nicht so dramatisch: „Meine Leistung gegen den Club war nicht sehr gut, aber ich habe mich wohlgefühlt und deshalb nichts gesagt. Als ich nach dem Spiel aber gemerkt habe, dass es mir schlechter geht, habe ich mich selber für drei Tage aus dem Training genommen.“ Mit Erfolg, denn die Tablettenkur schlägt an. „Ich fühle mich schon viel besser und werde am Freitag auch wieder bei der Mannschaft sein.“

Doch das wird nicht ausreichen, um gegen die Breisgauer erneut in der Startelf zu stehen. „Er wird nicht auflaufen“, macht Neururer, der auf Änis Ben-Hatira setzen wird, klar. Eine Maßnahme, die Heller versteht: „Fußball ist Konkurrenzkampf. Wenn der Trainer wechselt, muss sich damit leben. Aber bevor ich auf dem Platz umkippe, wollte ich die Sache lieber auskurieren.“

Auch wenn es ein Rückschlag für den U21-Nationalspieler ist, hat er sich in Duisburg eingelebt. „Die Anfangszeit war mit meinen Rückenproblemen und dem Streit mit unserem Coach schlimm, aber nun fühle ich mich richtig wohl“, verrät Heller, der aber noch keine Vertragsverhandlungen geführt hat. „Mit mir hat noch keiner gesprochen“, zuckt er mit den Schultern. „Ich weiß nicht, wie Frankfurt die Lage einschätzt. Die Eintracht wird sich bestimmt in der nächsten Zeit zu Wort melden und werde ich wissen, ob ich in Duisburg bleibe oder nicht.“

Doch so weit will er noch gar nicht denken, sondern konzentriert sich viel lieber auf das aktuelle Aufstiegsrennen mit den „Zebras“. Heller ballt die Faust: „Die nächsten beide Spiele gegen Freiburg und in Ingolstadt müssen wir gewinnen, damit wir vor der Länderspielpause noch vorne dranbleiben.“ Und auch wenn er gegen den Sportclub nicht dabei sein wird, streicht Heller heraus: „Es ist ein Endspiel, weil Fürth und Mainz nicht nachlassen werden. Deshalb muss man gerade gegen die direkten Konkurrenten erfolgreich sein, um die Aufstiegschance zu wahren. Aber ich bin davon überzeugt, dass es für uns weiter so gut laufen wird.“

Wie Markus Brzenska die Situation einschätzt, lesen Sie auf der zweiten Seite!

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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