Am Freitag, den 13. fanden sich 1.252 Zuschauer am Ratinger Sandbach ein, um sich das Derby zwischen Ratingen und Essen anzusehen. Für Ratingen war es das letzte Spiel in der Oberliga-Aufstiegsrunde. Dafür hatte sich das Team von Janusz Wilczek vorgenommen, sich mit einem Sieg von den Fans zu verabschieden. Neben zahlreichen Aktionen, wie dem Verteilen von mehreren hundert Fliegenklatschen, Live-Musik vor dem Spiel und einem Auto-Tauziehen im Fan-Duell, haben die Ratinger sich einiges einfallen lassen, um den Fans ein unvergessliches Saisonende zu bieten.
Die Moskitos machten ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung, obwohl es anfangs nicht danach aussah. Das erste Bully wurde erst mit zehn Minuten Verzögerung eingeworfen. Der Grund, so wurde gemunkelt, waren die vergessenen Schlittschuhe des Essener Spielers Tim Pietzko. Um diese zu besorgen, soll ein Mitspieler extra noch einmal nach Essen gefahren sein. Auf Nachfrage klärte der Essener Verteidiger die Geschichte auf: „Die Kufe meines Schlittschuhs war gebrochen und musste dann noch auf die Schnelle neu geschliffen werden. Daher kam mein verspäteter Einsatz.“
Punktemäßig war für die Ratinger Ice Aliens nichts zu holen. „Es war auch eher ein Spiel für die Ehre und die Fans. Wir wollten uns noch einmal so verkaufen, wie es sein soll und die Fans es gerne sehen. Das ist uns gelungen und mehr ging nicht“, fasste Aliens-Coach Janusz Wilczek zusammen.
Moskito-Trainer Juris Kruminsch empfand das Spiel als eine insgesamt schwierige Partie: „Für uns stand viel auf dem Spiel, es war schon ein kleines Finale.“ Mit der kämpferischen und spielerischen Leistung seiner Mannschaft war der Coach zufrieden. „Obwohl die Ratinger es uns nicht einfach gemacht haben, gehen die drei Punkte in Ordnung. Wir nehmen sie gerne an und fahren damit nach Dortmund“, erklärt Kruminsch.
Auch Nikolas Bitter war nach der Partie mehr als zufrieden. „Es war ein geiles Spiel und dass Düsseldorf verloren hat, ist natürlich noch besser. Jetzt müssen wir „nur“ noch Dortmund schlagen und dafür werden wir alles tun“, versprach der Moskito-Kapitän.
Um etwas gegen Dortmund zu erreichen, müssen die Essener vor allem kompakt in der Defensive stehen. „Wir bauen auf Konter und müssen darauf achten, dass wir wenig Strafzeiten kassieren, vor allem keine unnötigen“, verrät der langzeitverletzte Christian Nieberle sein Erfolgsrezept.
Zum Endspiel um den Einzug in die Play-offs hoffen die Moskitos auf zahlreiche Fan-Unterstützung. Für David Brome ist die Saison gelaufen, im Heimspiel gegen die Dinslakener Kobras hat er sich einen Innenbandriss im Knie zugezogen.
