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BVB: Feulner kommt, Boateng droht Ärger
"Die Jungs haben sich nichts vorzuwerfen"

Kevin-Prince Boateng, Dortmunds Leihgabe aus Tottenham, sieht sich seit Mittwoch mit einem heftigen Vorwurf konfrontiert.

Der 22-Jährige wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um 3 Uhr gemeinsam mit Hertha-Profi Patrick Ebert auf der Brandenburgischen Straße in Berlin von der Polizei angehalten.

Ein Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes (ZOS) hatte zuvor die Ordnungshüter alarmiert, weil er beobachtet hatte, wie zwei Männer mehrere Autos und einen Motorroller in eben jener Straße demoliert hatten. Weil sich die beiden Kicker in der Nähe des Tatortes aufhielten, wurden sie zunächst festgesetzt, damit ihre Personalien aufgenommen werden konnten.

„Es gab einen entsprechenden Vorfall“, bestätigte Berlins Polizeisprecher Michael Gassen eine Anfrage von RevierSport, „Wir haben zwei Männer festgesetzt, die in dem Verdacht stehen, bei fünf Fahrzeugen den Außenspiegel abgetreten und einen Motorroller umgeworfen zu haben.“ Auch von Lackschäden an einem der Autos war die Rede.

Foto: firo.

Während Boateng zu den Vorwürfen schwieg, bestätigte Ebert auf heftiges Drängen seines Klubs, von der Polizei festgesetzt worden zu sein. Er sei gemeinsam mit Boateng auf dem Nachhauseweg gewesen, nachdem er zuvor seinen 22. Geburtstag gefeiert hatte. Den Vorwurf, die Sachbeschädigung begangen zu haben, bestritt er allerdings vehement.

Und auch Jörg Neubauer, der Berater der beiden Fußball-Profis und in der Tatnacht ebenfalls auf Eberts Party anwesend, dementiert eine Verwicklung seiner Schützlinge: „Die Jungs haben sich nichts vorzuwerfen. Die Vorwürfe stimmen nicht. Wir haben einen Anwalt eingeschaltet und Akteneinsicht angefordert.“

Bis es Klarheit darüber gibt, welche Rolle die beiden Fußballer im Verfahren spielen, kann es allerdings noch dauern. Zunächst tauchen ihre Namen zwar in den Ermittlungsakten auf. Eine etwaige Anzeige, die bislang noch nicht erstattet wurde, würde sich zunächst aber gegen „Unbekannt" richten.

Ob Boateng und Ebert dann im Verfahren der Status des „Beschuldigten“ oder des „Zeugen“ zugeteilt wird, hängt in erster Linie von der Aussage des Mitarbeiters des ZOS ab, der die Tat beobachtet haben soll. Generell sei es aber eher unwahrscheinlich, dass der Fall vor Gericht lande, hieß es seitens der Berliner Staatsanwaltschaft, die keine eigenen Ermittlungen aufgenommen hat.

Ungeachtet dessen, ob der derzeit verletzte Boateng die Tat begangen hat oder nicht, stellt sich die Frage, weshalb der Mittelfeldspieler mitten in der Nacht durch Berlin läuft. Während Hertha BSC Ebert mit einer „empfindlichen“ Geldstrafe belegte, hat sich der BVB noch nicht entsprechend geäußert.

Michael Zorc (Foto: firo).

„Wir wollen erst sämtliche Informationen zusammen haben, bevor wir die Situation bewerten“, benennt Borussias Sportdirektor Michael Zorc das weitere Vorgehen, während er deutlich macht, dass er Boatengs Verhalten nicht gut heiße.

Im Winter war der deutsche U21-Nationalspieler zunächst auf Leihbasis zum BVB gewechselt. Er wisse, dass sein Ruf in den letzten Jahren gelitten habe und sein Engagement bei der Borussia seine letzte Chance sei, hieß es damals.

Im Boulevard ließ er sogar verlauten, notfalls selbst in die Tasche zu greifen, um bei der Borussia bleiben zu dürfen. Ob die Dortmunder ihm jedoch diesen Gefallen tun und die damals mit Tottenham vereinbarte Kaufoption im Sommer ziehen, ist aktuell allerdings unwahrscheinlicher denn je und dürfte auch nicht von der finanziellen Hilfe des kampfstarken Technikers abhängen.

Markus Feulner (Foto: firo).

Denn seit heute steht fest: Mittelfeldspieler Markus Feulner verstärkt den BVB zur kommenden Saison. Der 27-Jährige kickt aktuell bei Klopps Ex-Klub Mainz 05 und entschied sich trotz zahlreicher anderer Angebote für einen Wechsel zur Borussia. Der 17-fache Scorer der laufenden Zweitliga-Saison (sechs Tore, elf Vorlagen) hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 unterschrieben und kommt ablösefrei, da sein Engagement in Mainz zum Saisonende ausläuft.

„Ich freue mich auf die Herausforderung“, betont Feulner, während Zorc frohlockt: „Markus ist in dieser Saison der herausragende Mittelfeldspieler der zweiten Bundesliga. Wir freuen uns, dass er sich für den BVB entschieden hat.“ Neben Marcel Großkreutz (RW Ahlen) ist der frühere Kölner, der in der Jugend beim FC Bayern spielte, der zweite „echte“ Dortmunder Neuzugang für die kommende Spielzeit.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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