Während die Nachwuchs-Könige den 29-Jährigen mit einer warmen Urin-Dusche angriffen, wählte der Bremer Spielmacher ungleich feinere Methoden. Doch so sehr er auch Pirouetten schlug oder den Ball streichelte, an Kehl kam er nicht vorbei.
„Ich rede eigentlich nicht sehr gerne über meine eigene Leistung, aber ich denke, von Diego hat man gestern nicht viel gesehen. Und das war meine grundlegende Aufgabe“, stellte sich der frühere Freiburger dann auch verdientermaßen ein positives Arbeitszeugnis aus – zumindest was die Defensivarbeit angeht. Denn: „Ein, zwei Fehlpässe waren sicher auch dabei.“
Ähnlich durchwachsen wie die Leistung des 31-fachen Nationalspielers war auch der Auftritt der restlichen Borussen. Dennoch reichte es gegen Werder zum lang ersehnten ersten Sieg im Jubiläumsjahr.
Und so konnte Kehl dann auch zufrieden bemerken: „Wir haben in den letzten Wochen teilweise stark gespielt und uns viele Chancen erarbeitet. Deshalb können wir es akzeptieren, wenn die Partie gestern weniger gut war, dafür aber Punkte gebracht hat.“
Zumal auch Jürgen Klopp nur eines im Sinn hatte, wie Kehl lächelnd verriet: „Er hat in der Pause gesagt, ein 1:0 würde reichen. Das haben wir gnadenlos umgesetzt.“

