Am Wochenende steht genau diese Paarung wieder auf dem Programm. Und sie ist beim Blick auf die Tabelle wichtiger denn je. Momentan befinden sich die NRW-Landeshauptstädter auf dem Relegationsplatz und haben zwei Punkte Vorsprung vor den Ostfriesen, die jedoch noch ein Spiel mehr auszutragen haben.
„Die Emder sind immer besonders heiß auf uns. Ich weiß überhaupt nicht, warum das so ist“, zuckt Fortunas „Rackerer“ Ahmet Cebe mit den Schultern. „Es wird auch am Samstag ordentlich zur Sache gehen.“ Davon ist auszugehen. In der letzten Saison traf man sich am fünftletzten Spieltag und die Fortuna drehte in Emden einen 0:1-Rückstand in den letzten 20 Minuten noch zu einem Sieg. Damaliger Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich: Cebe. „Wenn wir einen Sieg gegen die Kickers wieder als Initialzündung für den Rest der Rückrunde nutzen können, wäre das klasse“, betont der Rechtsfuß. „Aber in Rückstand geraten sollten wir am Samstag besser nicht.“
Das stimmt, denn dann wird es gegen einen Gegner, der auf eine starke Defensive setzt, umso schwerer. „Aber wir wollen zeigen, dass wir auch gegen Mannschaften, die oben mitmischen, gewinnen können“, betont Cebe, dem die Bilanz gegen die direkten Konkurrenten nicht verborgen geblieben ist: Beim Spitzenreiter Union Berlin verlor man genauso 0:1 wie das Hinspiel in Emden, gegen den Tabellenzweiten SC Paderborn gab es nur einen Zähler aus zwei Partien (1:4, 0:0).
Aber vor allem die jüngste Niederlage bei RW Erfurt tat sehr weh. „Wir hätten den Abstand nach oben verkürzen und den auf Emden vergrößern können“, ärgert sich der Mittelfeldakteur, der momentan zumeist auf der Position des Rechtsverteidigers aufläuft: „Man muss immer gucken, was für die Mannschaft am besten ist. Ich versuche mich, auch wenn ich weiter hinten spiele, in die Offensive einzuschalten.“ Am Samstag könnte er wieder ins Mittelfeld rücken, da Kapitän Andreas Lambertz eine Gelbsperre absitzen muss. Dann würde Clement Halet in der Viererkette agieren. „Das wird der Trainer entscheiden“, sagt Cebe und fügt augenzwinkernd hinzu: „Ich habe aber auch kein Problem damit, die Emder Offensivkräfte zu stoppen.“
Für Goalgetter Axel Lawarée kommt ein Einsatz von Beginn an noch viel zu früh, aber der Belgier kann schon wieder die kompletten Einheiten mit der Mannschaft absolvieren. „Natürlich wäre es wichtig für das Team, wenn er zurückkehrt“, erklärt Cebe. „Aber er weiß selbst am besten, wann er wieder auflaufen kann.“ Für den Fortuna-Sturm kann man nur hoffen, dass dies bald der Fall sein wird…

