Gegen die ebenfalls für die EM qualifizierte Auswahl Weißrusslands kam die Mannschaft von DFB-Trainer Horst Hrubesch in Paderborn nur zu einem 1:1 (1:1).
Damit gelang den deutschen Junioren 76 Tage vor dem EM-Auftakt gegen Titelverteidiger Spanien nur zum Teil die Wiedergutmachung für die höchste Heimniederlage ihrer Geschichte vier Tage zuvor gegen die B-Nationalelf der Niederlande (0:4). Dafür sorgten die 13.000 Zuschauer beim ersten Länderspiel in der neuen Paderborner Arena für einen Besucherrekord für Freundschaftsspiele der U21 auf deutschem Boden.
Weißrussland: 12 Tschesnowski - 7 Weretilo, 3 Martinowitsch, 4 Januschkewitsch, 2 Osipowitsch - 15 Wolodko (46. Siwakow), 19 Kisljak - 11 Afansiew (65. Tschuklej), 14 Putsilo (89. Satschjuka), 9 Kriwets - 10 Komarowski Schiedsrichter: Said Ennjimi (Frankreich)
Tore: 1:0 Wagner (39.), 1:1 Kisljak (44.) Zuschauer: 13000 Gelbe Karten: Rosenthal, Baumjohann - Satschjuka
Stürmer Sandro Wagner vom Zweitligisten MSV Duisburg hatte die deutschen Junioren mit seinem zweiten Treffer in der U21 nach 37 Minuten in Führung gebracht. Sechs Minuten später gelang den Weißrussen durch einen sehenswerten 25-m-Freistoß von Sergej Kisljak von Dinamo Minsk der Ausgleich. Für Torhüter Florian Fromlowitz (Hannover 96), der wie verabredet den angeschlagenen Stammkeeper Manuel Neuer (Schalke 04) ersetzte, schien der Schuss jedoch nicht ganz unhaltbar.
Zählt man Neuer hinzu, fehlten Hrubesch beim letzten Test vor der Euro insgesamt 18 Spieler. Zuletzt hatten sich Fabian Johnson (1860 München) sowie Kapitän Benedikt Höwedes (Schalke) verletzt. Höwedes leidet an muskulären Problemen, die durch eine Infektion ausgelöst wurden. Sein Einsatz für Schalke im Ligaspiel am Freitag bei Arminia Bielefeld ist äußerst fraglich.

Benedikt Höwedes konnte nicht mitwirken, auch sein Einsatz am Freitag für Schalke ist mehr als fraglich (Foto: firo).
Mit einem runderneuerten Mittelfeld zeigten die deutschen Youngster zwar keine vollauf überzeugende Leistung, präsentierten sich aber wesentlich überzeugender als beim Debakel gegen die Niederländer. Die Führung nach einer Duisburger Co-Produktion - Änis Ben Hatira hatte Wagner mit einer mustergültigen Flanke bedient - konnten die Gastgeber jedoch nicht bis in die Pause retten. Gefiel des Hrubesch-Team im ersten Durchgang vor allem durch seine verbesserte Ordnung, so löste sich nach der Pause zusehends auch die Verkrampfung. Nun hatten die Deutschen das Spiel weitestgehend im Griff, die beste Gelegenheit zur Führung vergab jedoch Ben Hatira, dessen sehenswerter Volleyschuss knapp das Tor verfehlte.
