„Das war gut für Zuschauer, allerdings schlecht für meine Nerven“, lachte Schubert. „Aber der Erfolg war am Ende verdient.“
Dabei begann die Partie alles andere als gut für die Hausherren. Die Siegener Marius Jung (8.) und Joseph Laumann per Handelfmeter (16.) sorgten für einen komfortablen Vorsprung. „Wir haben eigentlich richtig gut begonnen, aber die haben uns dann eiskalt erwischt“, erinnerte sich der Linienchef mit Schrecken an den Doppelschlag. Aber die Sportfreunde hatten die Rechnung ohne die Profi-Leihgaben des MSV, Olcay Sahan und Nicky Adler gemacht. „Olcay und Nicky haben sich sehr gut eingebracht und haben sich richtig gut präsentiert“, zollte Schubert ein dickes Lob.
Sahan war es dann auch, der die „Zebras“ ins Spiel zurückbrachte - 1:2 (22.). Und als Manuel Windges mit einem sicher vollstreckten Foulelfmeter den 2:2-Ausgleich markierte (27.), schien die Partie zu kippen. Doch die Gäste rappelten sich noch einmal auf und Daniel Bogusz ließ seinen Coach Peter Nemeth noch vor der Pause jubeln - 3:2 (33.) für Siegen.
Bei der Halbzeitansprache hat Schubert dann den richtigen Ton getroffen, denn die Hausherren kamen noch aggressiver aus der Kabine. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir weiter Gas geben müssen.“ Der Lohn: Adler markierte den Ausgleich (59.) und Sven Theißen den 4:3-Endstand für den MSV (66.). „Wir haben das Spiel gedreht, das ist sensationell“, strahlte Schubert wie ein Honigkuchenpferd. „Ich bin begeistert, denn damit habe ich nicht gerechnet.“
In der Schlussphase hätten die Duisburger das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können, aber Theißen vergab die beste Möglichkeit in der 85. Minute. „Dann hätten wir wenigstens nicht mehr zittern müssen“, war es Schubert am Ende aber auch egal. „So war es noch richtig spannend. Zum Glück ist unser Aufwand jetzt endlich belohnt worden.“

