Die stark taktisch geprägte Begegnung begann zerfahren. Bernd Kruel erzielte die ersten beiden Punkte der Partie. Bayreuth erkämpfte sich bis zur Viertelpause einen 18:17-Vorsprung.
Die Hagener konnten sich bis zum Schlussviertel mit 50:46 in Führung bringen. Der Vorsprung hielt aber nicht lange. Sechs Minuten vor dem Ende konnte Bayreuth den Ausgleich zum 56:56 erzielen und in der 39. Spielminute mit 65:64 die Führung übernehmen. Für die Entscheidung sorge der Hagener Quentin Prior. Bei seinem Korberfolg wurde er gefoult und bekam so einen Freiwurf, den er zum 67:65 verwandelte. 17 Sekunden vor Schluss vergab der Bayreuther Dan Oppland einen von zwei Freiwürfen. Die nachfolgenden Angriffsversuche konnte die Phoenix-Defense abwehren, sodass es beim 67:66 für Bayreuth blieb.
Die Freude war nach dem Spiel bei den Hagener Verantwortlichen und den 300 mitgereisten Fans groß: „Fantastisch, dass wir diese Nervenschlacht gewonnen haben. Unsere Defense war sehr, sehr gut. Und es war sensationell, wie uns mehr als 300 Hagener angefeuert haben. Jetzt haben wir wieder die Nase vorn. Aber wir brauchen noch drei Siege, was schwer genug wird. Und dann sehen wir weiter“, kommentierte Hagens Geschäftsführer Oliver Herkelmann den Erfolg.
Vom Aufstieg will Trainer Ingo Freyer aber noch nichts wissen und trat die Euphoriebremse: „Mich interessiert nicht, ob es noch drei Spiele sind. Ab morgen fokussieren wir uns komplett auf das Spiel gegen Bayern München. Alle sollen schön auf dem Boden bleiben. Das war noch lange nicht der Aufstieg.“
