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Laufsport: Runners Point geht Kooperation mit DBS ein
Das grüne Band der Sympathie

Dr. Ingo Wolf kam eine Viertelstunde zu spät und Rosi Mittermaier gar nicht: Dennoch herrschte am Montag dieser Woche bei der inzwischen zweiten Presserunde zum Runners-Point-Staffellauf am 14. Juni in und an der Gelsenkirchener Veltins-Arena nur gute Laune.

Denn der NRW-Innen- und Sportminister, früher selbst passionierte Hockeyspieler, konnte im "Glückauf-Club" des königsblauen Fußballtempels gleich zwei gute Nachrichten verkünden.

Erstens die Kooperation der Veranstalter mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und zweitens die bevorstehende Würdigung für Matthias Mester, einem der Vorzeigesportler für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startende Silbermedaillengewinner bei den Paralympics 2008 in Peking wird am 16. Mai in Xanten zur "Sportpersönlichkeit 2008 im Behindertensport" geehrt. Wolf hatte die freudige Nachricht schon 40 Tage vor der feierlichen Zeremonie im Rahmen des "Tages der Begegnung" parat und der Angesprochene strahlte. "Das ist eine tolle Auszeichnung für mich", freute sich Mester. Der in Münster geborene und nur 1,42 Meter große Leichtathlet wird allerdings in zwei Monaten nicht in der Arena antreten. "Laufen ist nicht so mein Ding", winkt Mester ab. "Ich bin ja nicht umsonst Werfer geworden."

Auch ohne die Teilnahme des erfolgreichen Behindertensportlers beim Runners-Point-Staffellauf ist Wolf über die Zusammenarbeit mit dem DBS begeistert. "Hier wird eine Laufveranstaltung mit einem Charity-Event kombiniert. Das ist eine sehr gute Initiative, weil man so den Sport für Menschen mit Handicaps mehr in die Öffentlichkeit bringt", betonte der SPD-Politiker. "Und wir brauchen Vorbilder wie Matthias Mester, um vor allen Dingen junge Menschen an den Behindertensport heranzuführen."

Auch für den inzwischen 22-jährigen Mester war es einst eine Herausforderung, die körperliche Benachteiligung zu überwinden, um sportliche Höchstleistungen zu vollbringen. "Es gibt viele Menschen mit einer Behinderung, die sitzen zu Hause auf der Couch und wissen gar nicht, was ihnen beim Sport entgeht", nickt der in Coesfeld lebende Kleinwüchsige. "Vor allem seit den Spielen in Peking habe ich so viele schöne Momente erlebt, die ich nicht mehr missen möchte, zum Beispiel der tolle Empfang in meiner Heimatstadt und die Begegnung mit Bundespräsident Horst Köhler bei der Ehrung mit dem Silbernen Lorbeerblatt", erzählt Mester.

Für Reinhard Schneider ist der RunnersPoint-Staffellauf ein "weiterer wichtiger Schritt zur Integration von Sportler mit Behinderung". So darf der Vizepräsident des DBS und Präsident des Behinderten-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen nicht nur seit Jahren auf die kontinuierliche Unterstützung durch Wolfs Ministerium zählen.

Bei dem Happening auf Schalke wird der DBS vom grünen Band der Sympathie getragen. Denn der Laufartikel-Spezialist mit Hauptsitz in Recklinghausen spendet dem Verband nicht nur für jeden gestarteten Läufer einen Euro. Auch die sämtlichen Erlöse aus dem Verkauf von grünen Armbändern, mit den die Teilnehmer ihre Solidarität zu Sportlern mit Behinderung bekunden können, gehen an die Organisation. "Die Zusammenarbeit mit dem DBS liegt uns sehr am Herzen", bekräftigt Runners-Point-Geschäftsführer Otto Hurler.

Zwei Monate vor dem großen Tag auf Schalke waren zwei Frühstarter schon die ersten Sieger. Die Freiwillige Feuerwehr Castrop-Rauxel und die Borkener Schülerstaffel "Die 5 i-Tüpfelchen" gewannen bei der Runners-Point-Verlosung "Schuhe lebenslang". Die zehn Läufer der beiden Teams können sich von nun an jedes Jahr kostenlos ein paar neue Laufschuhe aus dem Runners-Point-Programm aussuchen.

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