Zuvor hat der Rechtsverteidiger, der in der Winterpause von MSV-Coach Peter Neururer an die Wedau geholt wurde, keine einzige Minute gefehlt. Dabei hat der 29-Jährige zwei Torvorlagen zur erfolgreichen Rückrunde der Meidericher beitragen können. RS unterhielt sich mit dem 169-fachen Bundesligaspieler vor dem Auftritt am Millerntor-Stadion.
Bernd Korzynietz, wie wurde unter der Woche die Niederlage gegen den FSV Mainz aufgearbeitet?
Sachlich und kritisch. Wir haben über das Spiel gesprochen und vor allem darüber, was man besser machen kann. Der Trainer hat ein paar Ansätze aufgezeigt, woran es gelegen haben könnte, dass wir die Partie nicht erfolgreich gestalten konnten. Das haben wir direkt versucht, in der Trainingswoche umzusetzen.
Wie weit ist der Aufstieg nun in die Ferne gerückt?
Momentan sieben Punkte, 24 sind aus den letzten acht Begegnungen zu holen. Man muss auf die Statistik der letzten Jahre gucken, um zu sehen, wie viele Zähler wir noch brauchen. Wichtig ist, dass wir mit einem Dreier in Hamburg eine neue Serie starten, um am Ende noch ein Wörtchen mitzureden.
Das heißt, der Zug Richtung 1. Bundesliga ist in Ihren Augen noch nicht abgefahren?
Jeder von uns hat ein klares Ziel vor Augen. Wir sind zwar etwas vom Weg abgekommen, aber wir werden alles versuchen, um nun wieder Tabellenplatz um Tabellenplatz nach oben klettern. Damit wollen wir beim FC St. Pauli beginnen.
Wie schätzen Sie den Gegner ein?
St. Pauli war immer schon eine heimstarke Mannschaft, die auch in dieser Saison erst ein Mal im eigenen Stadion verloren hat. Die fantastischen Fans peitschen ihre Truppe immer wieder nach vorne.
Sie sprechen es an. Am "Millerntor" herrscht eine besondere Atmosphäre, oder?
Natürlich, das ist eine absolute Kultstätte. Diese im positiven Sinne fußballverrückten Leute sorgen für eine klasse Stimmung. Selbst Fans aus England reisen nach Hamburg, um das mitzuerleben. Ganz Deutschland spricht darüber, dass am Millerntor die Kulisse außergewöhnlich sind. Aber man darf auch unsere Anhänger nicht vergessen, die uns in den letzten Partien mit Herz nach vorne getrieben haben. Man kann auch auf St. Pauli wieder mit 3.000 Leuten aus Duisburg rechnen.
Auch wenn Sie nicht dabei waren: Inwiefern spielt am Sonntag die Hinspiel-Pleite eine Rolle?
Ich habe erst am Donnerstag durch Zufall erfahren, dass wir damals verloren haben. Wir sollten nicht auf Ergebnisse der Vergangenheit schauen, sondern nur auf uns.

