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RWO: Personallage vor Hansa-Auftritt angespannt
„Kleeblätter“ im Testfieber

Noch sind es neun Punkte für RWO zum Relegationsplatz 16.

Sollten die „Kleeblätter“ am Freitag aber so auftreten wie in den letzten drei Partien gegen Osnabrück, Kaiserslautern und Nürnberg, können es ganz schnell nur noch sechs Zähler Differenz sein. Zumal sich die Personalsituation verschärft hat.

So wird der gesperrte Tim Kruse durch Tim Reichert ersetzt und Benjamin Schüßler ist die erste Alternative, falls Markus Heppke nicht rechtzeitig fit wird. „So sieht es aus“, bestätigt Coach Jürgen Luginger, „Benjamin arbeitet gut und versucht sich permanent anzubieten.“ Jetzt bekommt er vermutlich seine Chance. „Und dann liegt es an mir sie zu nutzen“, ist der Ex-Paderborner heiß auf die Partie an der Ostsee.

Tim Reichert (Foto: firo).

Und frisch nach den wenigen Einsatzminuten der letzten Wochen. Wobei Luginger im Gegensatz zu einigen Kickern keine Kraftprobleme ausgemacht hat. „Wir hatten genug Zeit zum Regenerieren. Erst die Länderspielpause, über Ostern gab es auch zwei freie Tage. Wir haben die Power für 90 Minuten.“

Die man auch brauchen wird, immerhin konnte Rostock die letzten beiden Partien gewinnen und der Trainer warnt: „Rostock ist viel stärker als der Tabellenplatz aussagt. Man sieht aber an diesem Beispiel, wie schwierig es ist, sich zu befreien, wenn man einen Negativlauf hat. Jetzt hat Hansa wieder Selbstvertrauen und ich hoffe, bei uns hat jeder nach dem Spiel gegen Nürnberg gesehen, dass es nur mit 100 Prozent Einsatz geht.“

Um im Angriff zumindest wieder eigene Chancen zu bekommen. Zuletzt lahmte der Offensivbereich der Oberhausen auf der ganzen Linie. Luginger: Das hängt nicht nur am Angriff. Über die Außen und aus dem Mittelfeld kam zu wenig Unterstützung. Das muss besser werden.“

Neues Personal kann dabei erst in der kommenden Spielzeit helfen. Um die richtigen Kicker zu finden, wird derzeit fleißig getestet. Dienstag und Mittwoch waren Timo Kunert (Mittelfeld, HSV II) und Juri Neumann (Mittelfeld, Wolfsburg II) zur Probe in Oberhausen. In der kommenden Woche werden sich Patrick Schönfeld (19, FSV Erlangen-Bruck, Bayernliga) und Christoph Burkhard (1860 München) bei den „Kleeblättern“ vorstellen. Beide haben auslaufende Verträge, wobei Schönfeld, der in dieser Spielzeit in 21 Partien acht Mal traf, schon 2008 bei einem Probetraining eine Kostprobe seines Könnens an der Landwehr abgegeben hat.

Burkhard, ein Mann für die rechte Außenbahn, kam in dieser Saison auf 15 Partien, allerdings alle in der Regionalliga Süd. Im Bundesliga-Unterhaus hat der 24-Jährige bisher 14 Einsätze auf dem Buckel (alle aus der Saison 2006/2007).

Foto: firo.

Oberhausens Sportlicher Leiter Hans-Günter Bruns betont mit Blick auf die Probanden: „Wir schauen uns viele Jungs an, was nicht heißt, dass wir auch alle nehmen. Aber Patrick ist ein sehr interessanter Junge. Timo kenne ich aus Schalker Jugendzeiten, beim HSV hatte er viel Pech. Er war fast acht Monate verletzt. Und Juri ist uns bei unserem 4:0-Erfolg in der Regionalliga-Saison gegen Wolfsburg aufgefallen. Zudem bei einer weiteren Spielbeobachtung. Zuletzt kam er beim VfL nicht zum Zug, da er seinen Vertrag nicht verlängerte und somit nicht mehr berücksichtigt wird.“

Zusatz von Luginger „Daher hat man gemerkt, dass ihm die Praxis fehlt. Aber auch, dass er fußballerisch gut ausgebildet ist.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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