Aber jetzt ist Vorsicht geboten: Niemand darf überheblich werden. Man kann auch schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Vor allem gegen den zuletzt bärenstarken BVB. „Kloppo“ ist stark genug, um auch ein Tief, das er am Anfang der Rückrunde ohne Frage hatte, zu überwinden. Jetzt sieht man, dass es ihm gelungen ist, eine echte Mannschaft zu formen. In den letzten Wochen bieten die Borussen den Fußball, den sich der Coach vorstellt.
Aber auch er weiß, dass es sich am Samstag um ein Revierderby handelt. Das wird – wie immer – eine ganz heiße Kiste. Genau deshalb müssen sich auch Koller und seine Crew etwas einfallen lassen. Man muss diese Sache mit Risiko angehen. Zumal der VfL zuhause spielt – vor den eigenen Fans, deren Erwartungshaltung nach den guten Auftritten in der Rückrunde auch wieder höher ist.
Man merkt inzwischen, dass die Jungs in blau und weiß wissen, worum es geht. Im Abstiegskampf musst du punkten, punkten, punkten. Dabei ist es ganz egal, wie der Gegner heißt. Das haben die Erfolge gegen Schalke und in Hoffenheim gezeigt.
Jetzt gilt es, die Euphorie mitzunehmen. Am meisten wünscht sich dies Diego Klimowicz. Der Winter-Neuzugang der Bochumer spielt zum ersten Mal gegen seine alten Kollegen. Und ich weiß selber, wie das ist. Du willst es den Verantwortlichen zeigen, die noch vor kurzem behauptet haben, du bist nicht gut genug. Ich wünsche mir, dass er trifft. Am besten zum Siegtor.


















