Claudio Pizarro (73.) machte mit dem dritten Tor den fünften Halbfinal-Einzug der Hanseaten perfekt. Das Hinspiel hatten die Norddeutschen vor einer Woche im Weserstadion 3:1 gewonnen.
Vor 20.000 Zuschauern in Stadio Friuli hing der Gesamterfolg der Gäste allerdings bis zum Schluss am seidenen Faden. Der Tabellen-13. der Serie A entwickelte während der gesamten Spielzeit enormen Druck und hätte eigentlich mehr Treffer erzielen müssen. Aber es blieb bei Toren von Fabio Quagliarella in der 30. und 38. Minute und dem Führungstreffer Udines durch Gökhan Inler in der 15. Minute. Im Halbfinale am 30. April und 7. Mai trifft Werder auf den Nordrivalen Hamburger SV. Das Finale findet am 20. Mai in Istanbul statt.

Werder-Manager Klaus Allofs (Foto: firo).
Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Platzherren, doch in dieser Phase hatte sich die in der ersten Halbzeit sehr unsicher agierende Bremer Hintermannschaft besser auf die Attacken der Italiener eingestellt.
Bezeichnend für das glückliche Weiterkommen des Bundesliga-Zehnten war die Tatsache, dass Diegos seinen zweiten Treffer per Kopf erzielte, ein Novum. Nach dieser außergewöhnlichen Aktion riss der 24-Jährige die Arme hoch, schickte Stoßgebiete zum Himmel und ließ sich von den 500 mitgereisten Werder-Fans feiern. Noch beim Abschlusstraining hatte Bremens Superstar nur leichte Lauf- und Dehnübungen absolvieren können, an ein Mitwirken im Europapokal-Spiel schien nicht zu denken zu sein.
Werder-Sportdirektor Klaus Allofs kritisierte in der Halbzeitpause die nachlässige Abwehrarbeit der Norddeutschen. "Da haben wir oft zu offensiv gestanden und sind dafür bestraft worden. Dafür gibt es keine Erklärung", sagte der Ex-Nationalspieler.
Spätestens nach dem 3:3 erlahmte der Siegeswille des Teams von Coach Pasquale Marino. Schon 60 Sekunden vor dem Ausgleich hätte Diego seinen dritten Treffer erzielen können, doch der Bremer Superstar scheiterte mit einem Foulelfmeter an Udinese-Torhüter Samir Handanovic.


















