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Bochum II: Schmidtgal wünscht sich Abschied ohne Abstieg
„Sehe keine Zukunft beim VfL“

Mit großen Hoffnungen war Heinrich Schmidtgal 2007 vom SC Verl nach Bochum gewechselt.

Nach knapp zwei Jahren steht fest: Die Erwartungen erfüllten sich kaum, so dass im Sommer ein Wechsel ansteht. „So wie es sich entwickelt hat, sehe ich keine Zukunft beim VfL“, betont der linke Mittelfeldmann. In der Reserve ist er zwar ein absoluter Leistungsträger, der Kontakt zum Bundesliga-Team riss aber schnell ab.

So wird Schmidtgal nun auf anderen Pfaden den Schritt in den Profibereich wagen. Und das womöglich sogar ganz in der Nähe: Am Dienstag trainierte der 23-Jährige zur Probe bei Rot-Weiß Oberhausen mit und konnte überzeugen. „Unser Coach Nico Michaty hat mir die Erlaubnis erteilt, mich bei RWO vorzustellen. Das hat richtig gut geklappt“, berichtet Schmidtgal.

Einen Grund zur Nervosität sah er jedenfalls nicht, nachdem er zeitweilig auch bei Bochums erster Mannschaft regelmäßig in den Einheiten mitmischen durfte. Schmidtgals Fazit nach dem Tag in Oberhausen: „RWO ist eine super Adresse. Was sie mit ihren Möglichkeiten aufgebaut haben, davor muss man den Hut ziehen.“

Ob es tatsächlich mit einem Engagement am Niederrhein klappt, bleibt abzuwarten. Schließlich war der Ex-Verler allein in dieser Woche der dritte Youngster, der sich bei den „Kleeblättern“ vorstellte. Doch Schmidtgal hat noch andere Eisen im Feuer: „Es wäre schön, weiter in Nordrhein-Westfalen zu spielen. Aber ich wäre auch bereit, umzuziehen.“ Der Haken: Vorerst müsste er sich wohl ohne Freundin Annika, die derzeit als Trainee in einem Essener Unternehmen arbeitet, verändern.

Auch deshalb wäre Oberhausen ein Wunschverein für den VfL-Motor. „Jetzt ist das Alter gekommen, in dem ich den Sprung nach oben packen muss. Am besten wäre es gewesen, wenn ich es schon früher geschafft hätte“, setzt sich Schmidtgal unter Druck.

Vorerst verfolgt er aber ein weiteres Ziel: den Abschied ohne Abstieg. „Zum Glück hat Worms am vergangenen Wochenende auch verloren, so haben wir weiterhin einen kleinen Vorsprung“, bemerkt der Techniker. Richtig beruhigend wirkt das vor dem Match gegen den FSV Ludwigshafen-Oggersheim am kommenden Samstag (14 Uhr) allerdings nicht. Denn jetzt sind Bochums Bubis gefordert. Und mit ihnen Schmidtgal, der sich ganz nebenbei für höhere Aufgaben empfehlen kann.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport anne Castroper
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