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Eishockey-Nationaltrainer Uwe Krupp hat nach der Pleite gegen Frankreich das Ziel Viertelfinale vorzeitig verpasst und sieht sich den Anfeindungen der Fans ausgesetzt. Im Interview steht er Rede und Antwort.[PREVIEWENDE][PREVIEWENDE]Herr Krupp, haben Sie nach dem Spiel etwas abgekriegt?
Ja, ich hoffe, dass es Bier war.
Können Sie diese Reaktion der Fans nach dem 1:2 gegen
Frankreich verstehen?
Sie sind natürlich frustriert. Sie sind weit gereist und wollen uns siegen sehen. Ich kann die Enttäuschung verstehen.
Die Gesänge der Anhänger waren auch nicht freundlich...
Das ist verständlich. Wir haben unsere Ziele erklärt, haben gesagt, dass wir ins Viertelfinale kommen können, wenn alles gut läuft. Das haben wir nicht erreicht, ganz klar. Ich verstehe es, keiner ist glücklich, alle sind unzufrieden.
Verstehen Sie auch, dass sich alles gegen Sie persönlich richtet?
Der Trainer kriegt es immer als Erster ab, das gehört zum Job dazu, das ist eine normale Sache.
Haben Sie denn eine Erklärung für diese Leistung?
Viel Erklärung gibt´s dafür nicht. Wir haben es nicht geschafft, Tore zu schießen. Wir hatten Chancen, auch gute Chancen, aber der französische Torwart war überragend.
Jetzt geht es in die Abstiegsrunde, in der Sie nicht absteigen können. Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft?
Wir müssen die Enttäuschung so schnell wie möglich ablegen und in positive Energie umsetzen - und so spielen, wie wir es können.
Aber es geht ja eigentlich um nichts mehr...
Das ist ein Test, ein schwieriger Test. Die Relegation
ist knallhart. Aber wir haben eine Mannschaft, die die richtige
Moral hat und ihr Durchsetzungsvermögen zeigen wird.
Ist dies der erste schwere Rückschlag in Ihrer Zeit als Bundestrainer?
Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Auch die Spieler hatten sich hohe Ziele gesetzt. Es ist gut, dass sie die haben. Aber du musst auch mit dieser Situation klarkommen. Als Mannschaft bist du nur so stark wie an deinen schlechten Tagen. Das ist der Maßstab. Du lernst eine Mannschaft immer erst richtig kennen, wenn es nicht läuft. Es wird eine harte Zeit.
