In Bremen auf der zentralen Offensivposition im Mittelfeld noch überzeugend, eine Woche später hinten rechts verteidigend, soll er schon wieder „umziehen“. Sollte nämlich Philipp Bönig seine Knieprobleme nicht in den Griff bekommen, scheint Pfertzel der erste Kandidat für die linke Seite. Pfertzel: „Kein Problem, da habe ich schon in der Serie A in Livorno gespielt.“ Längst hat sich der Franzose mit der Rolle des Allrounders identifiziert: „Ich bin ein Typ, der unbedingt spielen will, völlig egal, auf welcher Position. Wo der Trainer mich braucht, da spiele ich. Damit habe ich kein Problem.“
Letztlich ist der Rechtsfuß froh darüber, dass der Trainer ihm auf fast allen Positionen sein Vertrauen schenkt. Pfertzel: „Wichtig ist doch nur die Mannschaft und dass wir die nötigen Punkte zum Klassenerhalt holen. Ich wäre der glücklichste Mensch, wenn wir am Ende durchatmen können und über dem Strich stehen.“
Dass sein Team vor den Auswärtsspielen als „Opferlamm“ gehandelt wird, macht ihn eher trotzig: „Für uns ist es vielleicht besser, dass alle denken, wir haben keine Chance. Aber das war in der Saison schon häufiger der Fall. Und wir haben gezeigt, dass wir für so manche Überraschung gut sind. Ich bin fast froh, dass alles gegen uns spricht. Das schweißt uns noch mehr zusammen. Ich bin sicher, dass auch in Berlin und Hamburg etwas für uns zu holen ist.“

