Der vom Hamburger SV ausgeliehene Youngster hat bei seinem Freistoß-Tor Augenmaß bewiesen. „Das war eine klasse Leistung“, zieht auch Peter Neururer den Hut. Und sie war so gut, dass Bruno Hübner den Offensiv-Allrounder unbedingt ein weiteres Jahr ausleihen möchte. „Aber der HSV hat sich noch nicht geäußert“, wartet Ben-Hatira noch auf ein Signal.
Gedulden muss sich der U21-Nationalspieler aber auch mit seinem nächsten Auftritt. Denn gegen die Süddeutschen bekam der 20-Jährige in einem Zweikampf einen Finger seines Gegenspielers ins Auge und musste benommen ausgewechselt werden. „Er hat sich eine Augapfelprellung zugezogen“, berichtet Neururer. Und damit ist nicht zu spaßen. Deshalb ist Ben-Hatira auch bei einem Augenspezialisten in Behandlung. „Wenn der Blutdruck steigt, oder wenn er noch einmal einen Schlag davor bekommt, kann sich die Netzhaut lösen“, skizziert Neururer die schlimmsten Konsequenzen, denn dann würde er erblinden.

Änis Ben-Hatira muss in Frankfurt nur zuschauen.
Und deshalb wird Ben-Hatira gegen Frankfurt auch nicht dabei sein. „Wir werden kein Risiko eingehen“, darf sein Ausfall Neururers Dreier-Blick allerdings nicht trüben.
Ben-Hatira hat das Aufstiegsziel indes noch lange nicht aus den Augen verloren: „Wir können und werden es noch schaffen. Es ist alles möglich. Auch wenn wir es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen können, sind die anderen Teams auch nicht so souverän, dass wir schon vorzeitig aufgeben sollten.“ Also, Augen auf in Frankfurt.
Wie Marcel Heller seine Zukunft einschätzt, lesen Sie auf der zweiten Seite

