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DEL: Eisbären halten an Meistertrainer Jackson fest
DEB-Präsident warnt vor "Schnellschüssen"

Der deutsche Eishockey-Meister Eisbären Berlin hat den Vertrag mit Erfolgscoach Don Jackson bis 2011 verlängert. Der Amerikaner hatte die Berliner seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren zu zwei Meistertiteln geführt.

Die Eisbären bestätigten zudem die Verpflichtungen von Verteidiger Marvin Degon (EHC Wolfsburg), dem deutschen Nationalstürmer T.J. Mulock vom Zweitligisten Tölzer Löwen und Angreifer Chris Hahn vom Team der University of Maine aus der US-College-Liga NCAA. Gleichzeitig gaben die Berliner die Vertragsverlängerungen von Tyson Mulock, Rob Zepp und Denis Pederson bis 2011 bekannt.

Verlassen werden den Klub Youri Ziffzer, Brandon Smith, Rene Kramer, Nathan Robinson und Mark Beaufait. Damit gehen die Eisbären mit 20 Spielern aus der Meistersaison 2008/09 in die Saison 2009/10 der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

DEB-Präsident warnt vor "Schnellschüssen"
Nach einem vierstündigen Gespräch mit Bundestrainer Uwe Krupp will die Führungsetage des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) keine schnellen personellen Entscheidungen fällen. "Wir haben uns von Uwe Krupp und Sportdirektor Franz Reindl unterrichten lassen. Wir werden das jetzt zusammenfassen und uns dann weitere Gedanken machen", sagte DEB-Präsident Uwe Harnos am Donnerstag in Bern dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Nach dem WM-Debakel mit dem Absturz auf Platz 15 hatte die Verbandsspitze mit Harnos und den Vizepräsidenten Erich Kühnhackl und Wolfgang Brück die sportliche Leitung noch in Bern zum Rapport bestellt. "Wir wollen in Ruhe zu einer Analyse kommen, mit Schnellschüssen ist keinem geholfen", erklärte Harnos weiter.

Der DEB-Chef hatte das Abschneiden der Nationalmannschaft ein Jahr vor der Heim-WM als "Desaster" bezeichnet und personelle Konsequenzen nicht ausgeschlossen: "Die Gespräche werden ergebnisoffen geführt." Die endgültige Analyse der WM-Pleite soll Ende Mai vorliegen. Harnos will sich bei möglichen Konsequenzen mit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absprechen. Mehrere DEL-Manager hatten auch Sportdirektor Reindl scharf kritisiert.

Der ehemalige NHL-Profi Krupp ist seit Dezember 2005 im Amt. Zunächst führte der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger die DEB-Auswahl bei der B-WM 2006 in Frankreich souverän zurück in die Erstklassigkeit. Auch bei den ersten beiden A-Weltmeisterschaften 2007 in Russland und 2008 in Kanada überwogen sportlich gute Leistungen. In Bern allerdings konnte der 43-Jährige, der vorher vom Viertelfinale gesprochen hatte, den Absturz nicht stoppen und nährte erste Zweifel an seinen Fähigkeiten als Trainer.

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