Die Verantwortlichen teilten ihm frühzeitig mit, dass sie nicht mehr mit ihm planen würden. Nun scheint klar, wohin ihn die Reise führt: Nach RS-Informationen ist sich der Goalgetter mit Preußen Münster so gut wie einig. In der kommenden Woche soll die Unterschrift erfolgen. „Ich kann nicht bestätigen, dass schon alles klar ist. Ich habe mir vorgenommen, dass ich mich erstmal voll auf unser Spiel gegen Lotte am Samstag konzentriere“, betont El-Nounou zwar. Aber er räumt ein: „Es hat Gespräche mit Münster gegeben. Ich kann mir gut vorstellen, dorthin zu wechseln.“
Schließlich ist Münster nicht nur der Ort, in dem sich seine Eltern während des Studiums kennen lernten, sondern auch seine Geburtsstadt. Auch wenn El-Nounou mit zwei Jahren an den Niederrhein gezogen ist – die Rückkehr in die alte Heimat würde durchaus Sinn machen. Schließlich blieben die Preußen vor allem deshalb hinter den Erwartungen zurück, weil ihnen im Angriff die Durchschlagskraft fehlte. Das dürfte sich in der kommenden Saison völlig ändern, aus der Problemzone würde die Trumpfkarte werden:

Foto: gri.
Torjäger Wojciech Pollok aus Wilhelmshaven, der Ex-Paderborner Jerome Assauer, dazu das frühere Herner Traumduo El-Nounou und Michael Erzen – dieser Angriff würde den Adlerträgern Flügel verleihen. Doch noch steht die Unterschrift aus. Auch deshalb, weil El-Nounou auf anderer Ebene ein Angebot der Bochumer vorliegt. Der VfL würde den Diplom-Sportwissenschaftler, der einen Zusatzstudiengang Psychologie abgeschlossen hat, gerne weiterhin mit der sportpsychologischen Betreuung des Nachwuchses betrauen.
Bislang ist der 29-Jährige in dieser Funktion halbtags tätig, nun wurde ihm ein Vollzeit-Job angeboten. „Das ist eine spannende Geschichte für mich. Aber die Frage ist, ob sich das mit dem aktiven Fußball verbinden lässt“, bemerkt der elfmalige Saisontorschütze. Sollte die Entscheidung für den SCP fallen – und danach sieht es aus – würde die Antwort wohl nein lauten.
Denn El-Nounou wohnt in Hamminkeln und hat nicht vor, umzuziehen. Zwei zeitaufwändige Tätigkeiten in Bochum und Münster ließen sich schon allein aufgrund der Fahrerei kaum stemmen. Überlegungen, mit denen sich El-Nounou bis zum Samstags-Match gegen Lotte nicht belasten will. „Es fällt mir zum Glück nicht schwer, die Zukunftsgedanken auszuschalten. Momentan gilt meine volle Konzentration dem Klassenerhalt“, erklärt der 1,88-Meter-Mann. Er ahnt, dass seine Gedanken schon bald rund um den Aufstieg kreisen könnten...

