Bleibt abzuwarten ob der "Ruhrpott-Junge" die hochgesteckten Erwartungen auch erfüllen kann. Die Verpflichtung eines weiteren "Altmeisters" ist damit laut Zebra-Manager Bruno Hübner vom Tisch. Altin Lala kommt nicht an die Wedau. Ich gebe zu, dass ich über die Nichtverpflichtung des einst trickreichen Hannoveraners nicht traurig bin.
Ein Einkauf in der niedersächsischen Metropole scheint sich aber trotz alle dem immer zu lohnen, zumindest dann, wenn man es nicht auf Armani oder Gucci abgesehen hat, sondern eher "Neues" der Marke C&A beziehungsweise Kik (der Textil-Diskont) sucht. Will heißen: Schnäppchen-Jagd am Wühltisch der Bundesliga. In Hannover scheinen die Shop-Aholics aus dem Ruhrgebiet tatsächlich die ersten Interessenten gewesen zu sein.
Zugegeben recht spät im Alter von 14 Jahren stand Moritz das erste Mal auf den Treppen des Duisburger Wedaustadions. Die damalige Südgerade gefiel dem Jungen, der 1989 mit seiner Mutter und seinen zwei Geschwistern aus Stuttgart in den "Pott" gekommen war, nicht so recht. Zu kalt, zu nass und viel zu wenig los. Also wechselte Moritz das Terrain. In der legendären Duisburger Nordkurve war es zwar nicht trockener als auf dem alten Platz und selbstverständlich pfiff auch hier der Wind recht frisch, dafür war die Stimmung deutlich besser. Der MSV ist zwar längst zu dem geworden, was sich so harmlos klingend "Fahrstuhl-Mannschaft" nennt, doch Moritz ist den "Zebras" dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - treu geblieben und legt nun wöchentlich in seiner Fan-Kolumne Zeugnis über sein blau-weißes Gefühlsleben ab
Noch bevor die Tür zum Ligaschlussverkauf geöffnet worden ist schnell auf die Lauer gelegt und schon war man in einer aussichtsreichen Position. Der Spurt auf die begehrte "Ware" war dann nur noch Formsache. Und so dürfen wir uns in der neuen Saison auf die Künste von Gaetan Krebs und Chavdar Yankov freuen. Oder etwa doch nicht? Geht es nach unserem Zebra-Trainer ist an beiden Kickern jetzt doch nichts dran. „Völliger Quatsch“, poltert Peter der Große über diverse Medienplattformen.
Die Spielerbörse rotiert dennoch, die Gerüchteküche kocht ein heißes Süppchen nach dem anderen. Und am Ende wird eben kaum etwas so heiß gegessen wie es gekocht wird. Auch in Fürth nicht. Wobei den Greuthern der Aufstieg, Gerüchten zur Folge, ja schon wieder nicht mehr zu nehmen ist. So wie in den letzten Jahren. Nach dem finalen Gang durften sich dann allerdings immer die Anderen am Bundesliga-Buffet erfreuen, am Fürther Ronhof gabs derweil weiter Zweitliga-Happen.
Björn Schlicke scheint das wenig zu stören. Der MSV-Defensive möchte doch allen Ernstes bei den Franken anheuern. Die Entscheidung soll nach dem Match in Frankfurt fallen. Und sollte unser Klub am Freitag im Waldstadion dreifach punkten, stehen die Franken aus Fürth und Nürnberg am Sonntag im direkten Duell gehörig unter Druck. Teilen sich die beiden Erzfeinde die Punkte, dann galoppieren die Zebras mit nur noch drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz weiter in die englische Woche.
So ganz ist die Hoffnung also noch nicht gestorben. Das stellt auch Neururer fest. „Wir können nur im Konjunktiv reden. Aber wenn wir in Frankfurt gewinnen sollten, und dann gegen Oberhausen drei Punkte einfahren, dann können wir auf die Tabelle schauen“, so ein Zitat des Fußballlehrers in der heutigen Ausgabe einer großen Ruhrgebietszeitung.
Ich finde das sehr verwirrend, denn war es nicht ausgerechnet unser jetziger Coach, der einst feststellte, dass der Fußball eben kein Konjunktiv sei? Letztendlich ist das ganze Verbalgeplänkel in der derzeitigen Situation aber sowieso zweitrangig. „Wat zählt is aufm Platz“ und dort zählen jetzt nur noch „Dreier“. Zumindest diese Tatsache ist trotz aller momentan kursierenden Meldungen kein Gerücht, sondern eine verlässliche Konstante.

