Die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland zogen zum siebten Mal in Folge ins WM-Halbfinale ein. Für die Letten, die erstmals seit 2004 wieder die Play-offs erreicht hatten, war wie schon 1997, 2000 und 2004 im Viertelfinale Endstation.
Der Topfavorit, der in den sechs Gruppenspielen 35 Tore erzielt hatte, tat sich gegen den krassen Außenseiter vor 8042 Zuschauern in der Berner Allmend-Halle über ein Drittel lang sehr schwer. Erst Heatley, der seine sechste WM bestreitet, löste mit seinem sechsten Turniertor die Bremse beim 24-maligen Weltmeister (27.). Verteidiger Dan Hamhuis ließ mit einem Schlagschuss von der blauen Linie, bei dem der Duisburger Torwart Edgars Masalskis nicht die beste Figur abgab, das 2:0 folgen (35.).
Als Guntis Galvins in Unterzahl für die Letten verkürzte (38. ), ließen sich die Kanadier nicht aus dem Konzept bringen. Nur 17 Sekunden später stellte Jungstar Steven Stamkos mit seinem siebten WM-Treffer den Zwei-Tore-Abstand wieder her.
Doch die Balten gaben nicht auf. Herberts Vasiljevs von den Krefeld Pinguinen gelang noch einmal der Anschlusstreffer (42.). Aber wieder dauerte es nicht lange, bis Kanada antwortete: Matthew Lombardi sorgte für die Entscheidung (44.).
Heatley hält mit 61 Scorerpunkten bei WM-Turnieren einen weiteren kanadischen Rekord. Bei der WM 2008 im eigenen Land stellte er zudem die Bestmarke von Steve Yzerman ein, der 1990 in der Schweiz 20 Punkte gesammelt hatte. Heatleys zwölf Tore im vergangenen Jahr in Halifax und Quebec sind ebenfalls Rekord für Team Canada.
