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RWO: Pleite gegen Wehen zeigt die großen Mankos auf
Kaya: „Die Partie war typisch“

Und wieder wurden zwei Fakten bei RWO bestätigt.

Nach einem Rückstand ist es der Truppe von Coach Jürgen Luginger fast unmöglich, das Spiel zu machen. Noch weniger, wenn Regisseur Markus Kaya aus der Partie genommen wird. Das gelang am Freitag Gästekicker Benjamin Hübner und schon war es um die Offensiv-Versuche der „Kleeblätter“ geschehen. Dementsprechend geknickt war auch Kaya: „Die Partie war typisch. Wenn wir der Favorit sind, haben wir große Schwierigkeiten. Da fehlt die Geduld, vielleicht auch mit einem 0:0 zufrieden zu sein. Ich kann nicht erklären, woran das liegt.“

Wobei Luginger zusätzlich bemängelte, dass es seine Elf lange nur über den spielerischen Aspekt versuchte. Ganz untypisch für RWO, aber gegen Wehen ein Fakt. Kaya: „Wir sind das nicht zu locker angegangen. Wehen war körperlich sehr robust und hat dann lange nach vorne gespielt. Da war es für uns schwierig und dann kassiert man noch viel zu früh das 0:1.“

Und das hatte bis zum Ende Bestand. Die Folge waren reihenweise hängende Köpfe und eine Negativserie, aktuell ist man seit sieben Begegnungen sieglos. Gedämpfte Atmosphäre, die vor dem Knaller am Dienstag in Duisburg keine echte Derbystimmung aufkommen lassen will. „Wir waren sehr deprimiert, aber ab Sonntag gilt die ganze Konzentration dem Match gegen den MSV. Vielleicht liegen uns die Teams von oben ja wirklich mehr“, erklärt der ehemalige Velberter, „zudem ist Duisburg nach dem 0:0 in Frankfurt wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen raus. Daher geht es nur für uns um richtig was. Wichtig wird sein, wieder wie in Aachen aufzutreten. Damit wir mindestens mit einem Zähler nach Hause kommen.“

Wobei man auch gerne mehr mitnehmen würde, auf jeden Fall hat RWO nach dem katastrophalen 0:3 aus dem Hinspiel noch den Revanche-Gedanken mit im Gepäck. Kaya: „So sieht es aus, aber wir dürfen da nicht so dran denken. Im Vordergrund steht einfach der Klassenerhalt.“

Der in den letzten Spielen zu großen Teilen im Kopf entschieden wird. Oberhausen hat zwar weiterhin gute Karten, auch dem Relegationsplatz zu entgehen. Aber nach den letzten Wochen wird das Selbstvertrauen sicher nicht aus allen Poren strömen. „Wir haben nur drei Punkte aus sieben Partien geholt“, rechnet Kaya vor, „das ist sehr deprimierend. Nach dem Sieg in Augsburg hatten wir 35 Zähler. Da waren wir uns zu sicher, dass wir die Liga gehalten habe. Sofort hat die letzte Konzentration gefehlt. Das ist sehr ärgerlich.“

Trotzdem ist der Spielmacher vor dem Gang nach Duisburg zuversichtlich: „Wir haben in Aachen gezeigt, dass wir bei den Topteams bestehen können. Wir müssen schnell die Köpfe frei kriegen, denn wir brauchen noch einen Sieg.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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