Alemannia Aachen - Bonner SC 0:5
Eigentlich trennten den Tabellenzweiten aus Aachen und den einen Platz besser platzierten Bonner SC lediglich acht Punkte, doch von diesem minimalen Unterschied war insbesondere im ersten Durchgang nichts zu sehen. Bereits nach fünf Minuten zeichnete sich das Debakel ab, als Alemannen -Coach Eric van der Luer nach heftiger Kritik am Schiedsrichtergespann auf die Tribüne verwiesen wurde. Die Gäste, die im Liga-Endspurt den Titelgewinn vor Augen haben, schlugen binnen zwei Minuten eiskalt zu. Zunächst traf Stephan Nachtigall (12.) und Leon Binder erhöhte kurz danach. Aachen mühte sich zwar, zurück ins Spiel zu finden, doch die Verunsicherung der van der Luer-Elf war deutlich zu spüren. Als Ercan Aydogmus in der 37. Minute im Strafraum gefällt wurde, nutzte Team-Kollege Dalibor Karnay den fälligen Strafstoß zum 3:0. Wenig später war es Aydogmus selber, der kurz vor der Pause bereits für die Vorentscheidung sorgte. Aachen war im zweiten Durchgang lediglich auf Schadensbegrenzung aus und kassierte dennoch den fünften Gegentreffer durch Binder nach einer Stunde. „Wir müssen uns in den verbleibenden Spielen wieder als Einheit präsentieren und persönliche Interessen hinten anstellen“, beklagte van der Luer die Einstellung seiner Mannen, während BSC-Coach Wolfgang Jerat hochzufrieden war: „Wir haben heute eine wahnsinnige Effektivität gezeigt“.
Fortuna Düsseldorf II - FC Gütersoh 2:1
„Wir dürfen und wollen aufsteigen“, betonte Fortuna-II-Obmann Ilja Ludenberg vor der ungleichen Partie gegen die abstiegsbedrohten Gütersloher, doch dass sich das Team derart schwer tun würde, hatte auch Ludenberg nicht gedacht. Denn seine Fortunen konnten zwar kurz vor Toreschluss noch die wichtigen drei Zähler einfahren, verloren aber in der letzten Minute Kapitän Ben Abelski, der vier Minuten zuvor den entscheidenden Treffer besorgt hatte. „Das war der dritte Platzverweis, der in den letzten vier Spielen gegen uns verhängt wurde. Allmählich kommen mir diese Entscheidungen schon komisch vor“, ärgerte sich Ludenberg über die Leistung des Unparteiischen. Nach elf Minuten war die Elf von Goran Vucic durch einen Treffer von Michael Behlau in Führung gegangen, die die Gäste aus Gütersloh glichen zehn Minuten vor dem Abfiff per Strafstoß von Maximilian Heinrich aus. Pech für Gütersloh: Nur fünf Minuten später zeigte der Schiedsrichter wieder auf den Elfmeterpunkt - allerdings auf der Gegenseite.
VfB Hüls - Delbrücker SC 2:1
Grund zum Jubeln, hatte der VfB am Wochenende gleich doppelt. Zum einen über den wichtigen 2:1-Erfolg gegen den Delbrücker SC, zum anderen über die Platzierung auf Rang 13, der in jedem Fall die Klasse sichern würde. Gerade einmal acht Minuten waren gespielt, als sich Tim Dosedahl durchsetzte und seinem Team das 1:0 bescherrte. Diese Führung verwaltete die Täuber-Elf bis zur Pause, doch kurz nach dem Wechsel gelang dem Schlusslicht der Ausgleich durch Patryk Plucinski. Doch ausgerechnet jener Plucinski war es, der die Gastgeber nach einer Stunde mit einem Foulspiel im Strafraum wieder auf die Siegerstraße brachte, denn Seyfullah Kalayci behielt vom Punkt die Nerven. "Wir haben uns eigentlich ganz gut verkauft“, versuchte DSC-Trainer Mike Jochem der Niederlage noch etwas Positives abtzugewinnen. Besonders schmerzlich war die Verletzung des Delbrückers Jan Welker, der sich nach einer harten Attacke mehrere Bänder riss und wohl in der laufenden Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird.
Westfalia Herne - RW Essen II 0:3
Lange Zeit als Top-Kanditat für den Aufstieg gehandelt, versinkt die Westfalia aus Herne immer mehr im Mittelmaß. Gegen eifrige Essener kassierten die Gatsgeber eine deutlich und verdiente 3:0-Pleite, was Neu-Coach Frank Schulz mächtig auf die Palme brachte: „Mit Fußball hatte das jedenfalls nichts zu tun”, kommentierte Schulz den Auftritt seiner Truppe, die nach nur vier Minuten ins Hintertreffen geriet, als Dennis Gidaszewski eine Flanke ins eigene Gehäuse köpfte. Einen dicken Patzer von Mirko Mustroph nutzte Emrah Uzun nur vier Minuten später zum beruhigenden 2:0. Das Tempo, die Kombinationssicherheit und die Spielverlagerung zeichnete die Essener auch im zweiten Durchgang aus, sodass es oftmals den Anschein eines Anschauungsunterrichts für schwache Herner hatte. Als Uzun mit seinem 14. Saisontreffer das 3:0 besorgte, war die Parte bereits nach 49 Minuten entschieden. Die Essener U23 marschiert weiter in Richtung Klassenerhalt und Team-Manager Damian Jamro fand ausschließlich lobende Worte: „Es war ein verdienter Erfolg. Wir haben von der erste Minute gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten. Wir haben aggressiv begonnen, den Gegner unter Druck gesetzt und durch die enorme Präsenz die Tore erzwungen“.
SSVg Velbert - MSV Duisburg II 3:1
Durch den dritten Sieg in Serie bleibt die Mannschaft von Marek Lesniak weiter auf Kurs und kann den Liga-Verbleib noch selbst realisieren. Andreas Gensler hatte seine Mannschaft vor der Pause in Führung geschossen. Tuncay Aksoys Treffer nach einer Stunde war bereits die halbe Miete, doch Duisburg kam noch einmal zurück und konnten durch Denis Pozder den Anschlusstreffer erzielen. Torjäger Daniel Nigbur war es dann, der zwanzig Minuten vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.
Im letzten Sonntags-Spiel teilten sich die Reserve von Armina Bielefeld und der SV Schermbeck die Punkte bei einem torlosen Unentscheiden. Am Samstag kamen die Sportfreunde aus Oestrich-Iserlohn zu einem knappen 1:0-Erfolg beim SC Fortuna Köln, bleiben dennoch einer der Abstiegskandidaten. Gleiches gilt für die SG09-Kicker von der Lohrheide, die nach der 0:1-Niederlage bei den Sportfreunden aus Siegen einen Dämpfer im Abstiegskampf erhalten haben. Das Tor des Tages erzielte Serkan Dalman für den Siegener. „Ein verdienter Sieg für Siegen. Wir konnten heute zu keinem Zeitpunkt das umsetzen, was wir in den letzten fünf Spielen gezeigt haben", zeigte sich Wattenscheids Coach Thomas Obliers enttäuscht über die fehlende Einstellung seiner Akteure.
