Startseite » Fußball » 1. Bundesliga

KSC nach bitterer Pleite kaum noch zu retten
2:0-Führung in fünf Minuten verspielt

Der Karlsruher SC muss nach einem Blackout für die 2. Liga planen.

Das Tabellenschlusslicht verlor am drittletzten Spieltag der Bundesliga gegen Hannover 96 trotz 2:0-Führung noch 2:3 (2:2) und vergab damit wohl die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Der von Trainer Edmund Becker zwischenzeitlich schon ausgemusterte Alexander Iaschwili (11.) und Lars Stindl (32.) hatten den KSC in Führung gebracht und Hoffnung bei den Badenern geschürt. Doch innerhalb von drei Minuten glichen Sergio Pinto (42. ) und Mikael Forsell (45.) zum 2:2 für Hannover aus, ehe Hanno Balitsch (64.) nach einem Konter für den 3:2-Endstand sorgte.

Es kam alles zusammen beim KSC: Beim 1:2 durch Pinto ließ Torhüter Markus Miller den scheinbar harmlosen Schuss durch die Beine gleiten. In der 70. Minute erkannte Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) einen Treffer von Iaschwili wegen einer angeblichen Abseitsposition nicht an. Zudem sah Andreas Görlitz die fünfte Gelbe Karte und ist am kommenden Samstag im Auswärtsspiel bei Werder Bremen gesperrt.

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): "Das ist ein ganz bitterer Tag für uns. Das Spiel war symptomatisch für die ganze Saison. Wir haben zu Beginn Fußball mit Leidenschaft gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Dann haben wir uns in drei Minuten alles kaputt gemacht. Danach war die Mannschaft am Boden."

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): "Es tut mir leid, dass die Stimmung in Karlsruhe nicht so gut ist, aber nach einer halben Stunde war meine Stimmung nicht die beste. Was wir bis dahin abgeliefert haben, war nicht in Ordnung. Nach dem 0:2-Rückstand hat meine Mannschaft aber dagegen gehalten. Dafür muss ich ihr ein Kompliment machen."

Vor 23.920 Zuschauern im Wildparkstadion war Karlsruhe anzumerken, dass es die Chance auf den Klassenerhalt unbedingt wahren wollte. Die Gastgeber begannen druckvoll und engagiert. Zunächst traf Marco Engelhardt mit einem Freistoß das Außennetz (5. ), ehe Iaschwili und Stindl Hannovers Nationaltorhüter Robert Enke keine Chance ließen und für die verdiente Führung sorgten.

Danach hatte der KSC die Gäste im Griff. Insbesondere Iaschwili hätte für die Vorentscheidung sorgen können. Doch stattdessen patzte Miller beim 1:2.

Becker hatte seine Startelf im Vergleich zum 0:4 bei Borussia Dortmund auf einer Position verändert. Für den verletzten Giovanni Federico rückte Stindl in die Anfangsformation. Bei Hannover vertraute Trainer Dieter Hecking zu Beginn dem gleichen Team wie zuletzt beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.

Nach dem Seitenwechsel versuchte der KSC trotz nachlassender Kräfte alles. Doch Sebastian Freis, der nach der Saison zum 1. FC Köln wechseln wird, scheiterte an Enke (52.).

Spieltag

1. Fußball Bundesliga

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.