Mit 0:3 hatten seine Dortmunder so eben verloren - und dabei eine deutlich stärkere Leistung auf den Rasen gebracht, als es das Ergebnis vermuten ließe.
„Wir haben alles in allem eigentlich eine sehr ordentliche Partie gespielt, auch wenn wir nicht so vor das VfL-Tor gekommen sind, wie wir eigentlich wollten. Aber uns sind eben auch diese drei Fehler passiert“, ärgerte sich der 29-Jährige, vor allem über sich selbst: „So eine Sache wie vor dem 0:2 darf mir natürlich nicht passieren. Das Gegentor nehme ich ganz klar auf meine Kappe. Es ist schade, wenn Spiele durch einzelne und kurze Aussetzer verloren gehen.“
So wie durch seinen eigenen, mit dem er dafür sorgte, dass die „Wölfe“ weiterhin auf Meisterschaftskurs segeln. Für den BVB läuft es dagegen auf einen Zweikampf gegen den Hamburger SV hinaus, an dessen Ende ein Verein mit leeren Händen dastehen wird.
Die Philosophie, nur auf die eigenen Aufgaben zu schauen, setzt Owomoyela jedoch auch nach der Pleite beim VfL fort: „Wir sind immer in der Pflicht, unsere Aufgaben zu erfüllen. Sowohl Bielefeld als auch Mönchengladbach stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn wir dort unsere Chancen nicht wieder so herschenken wie gegen Wolfsburg, können wir es immer noch schaffen, dass wir eine tolle Saison gespielt haben.“
Selbst wenn das bedeutet, den Ex-Klub in die zweite Liga zu schicken. Denn für Sentimentalitäten ist in dieser Phase der Saison kein Platz mehr: „Ich spiele für Borussia Dortmund und habe noch viel vor mit dem BVB. Deshalb muss ich dafür sorgen, dass wir beide Spiele gewinnen. Auch wenn es mir für Bielefeld natürlich leid tun würde.“ Das Erreichen der Euro-League würde für die Gewissensbisse allerdings sicher entschädigen.



