Startseite » Fußball » 2. Bundesliga

MSV: Die Stimmen zum Derby-Remis gegen Oberhausen
Ungewisse Zukunft

Christian Tiffert war total bedient: „Das war unsere schlechteste Saison-Leistung.

Wir haben keinen Zweikampf gewonnen, lassen uns auskontern und bieten RWO bei nahezu jeder Aktion eine Torchance. Nach dem Seitenwechsel haben wir zwar besser gespielt, mehr als das 1:1 war aber einfach nicht drin.“

Und Tiffert legte mächtig sauer nach: „Einige Jungs haben gespielt, als hätten sie einfach keine Lust mehr. Dabei geht es nicht nur darum, für die Fans zu spielen, sondern auch für sich selbst. Jeder will doch Geld verdienen und sich weiterempfehlen.“

Bernd Korzynietz wollte mit seinen Mitspielern nicht so hart ins Gericht gehen: „Wir können mehr als das, was wir gezeigt haben. Im zweiten Durchgang haben wir wenigstens den nötigen Willen gezeigt, den man niemanden absprechen kann. Wir sind bestimmt noch nicht im Urlaub, aber eben verdammt schlecht ins Spiel gekommen.“

Eine Einschätzung, die auch Tom Starke vertrat: „Es ist nicht leicht, mit einer Hypothek wie nach dem Frankfurt-Spiel in einen solchen Schlager zu gehen. Hätte Olcay das Ding reingemacht, wäre es anders gelaufen.“

Der Keeper ärgerte sich: „Wenn es selbst RWO schafft, uns auszukontern, ist etwas schief gelaufen. Obwohl sie nicht die Qualität wie wir besitzen, haben sie lange geführt. Doch wenigstens haben wir noch Charakter gezeigt und den Punkt für unsere Anhänger geholt.“

Korzynietz warb bei den Fans derweil um Verständnis: „Wir haben seit dem Winter immer am oberen Limit gespielt und sind jetzt in einem Tief. Es war natürlich kein guter Auftritt, aber wir haben uns zum Schluss noch am Riemen gerissen. Das müssen wir mit nach Kaiserslautern nehmen.“

Olcay Sahan ärgerte sich maßlos über seine vergebene Großchance in der zehnten Minute: „Ich hätte den Ball mitnehmen und mir dann eine Ecke aussuchen müssen. So war es zu überhastet.“

Mit Blick auf die Gesamtleistung meinte der ehemalige Gladbacher: „Wir müssen endlich wieder anfangen, Fußball zu spielen.“

Obwohl Neururer im Endspurt eigentlich die Akteure einsetzen will, die auch in der kommenden Saison für den MSV spielen, fand sich Nicky Adler nur auf der Bank wieder. „Der Trainer hat es mir erklärt und meinte, dass es nichts mit meiner Leistung zu tun hatte, sondern eine taktische Maßnahme war“, zeigte sich der Ex-Münchner enttäuscht: „Es war aber eine bittere Pille für mich.“

Adler fügte sich aber gut ein: „Ich will mich für die neue Serie präsentieren und hoffe, dass es besser laufen wird.“

Gut verläuft indes auch die Heilung des Innenbandrisses von „Ivo“ Grlic. „Ich bin zufrieden“, nickt der Kapitän, der sicherlich Bauchschmerzen beim Zuschauen bekommen hat: „Die Jungs wollten, aber in so einem Derby ist es auch nicht so einfach. Wir müssen jetzt in Kaiserslautern und gegen Osnabrück für unsere Fans Gas geben.“

Derweil führt Bruno Hübner weiter Verhandlungen und hat mit Dragan Mrdja einen Angreifer aus Serbien im Blick. „Ein interessanter Mann“,ist Hübner vom 25-Jährigen, der bei Novi Sad unter Vertrag steht, angetan.

Gleiches gilt auch für die beiden Hannoveraner Gaetan Krebs und Chavdar Yankov. Während Krebs, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, nicht ganz oben auf der Liste stehen soll, könnte Yankov nach wie vor eine Alternative sein. „Ich kenne ihn und seine Stärken“, meinte Neururer.

Änis Ben-Hatira konnte indes froh sein, dass er aufgrund seiner Augapfelprellung das Derby nicht so gut sehen konnte. „Es geht mir wieder besser und ich hoffe, dass ich in Kaiserslautern wieder auflaufen kann.“

Zu seiner Zukunft meinte er: „Der HSV will mich zurückhaben, aber Duisburg will mich behalten. Die beiden Vereine müssen sich einigen.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport beim MSV
die Facebookseite für alle MSV-Fans

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.