Der 20-Jährige verstand die Welt nicht mehr und haderte mit sich und seiner Situation. In der 60. Minute hatte er als taktisches Mittel die Option „Foul“ gezogen und dafür vom fehlerfrei pfeifenden Unparteiischen Dr. Helmut Fleischer völlig zu Recht die Gelbe Karte gesehen. Es war seine fünfte - und damit das vorzeitige Saisonaus für den früheren Mainzer.
„Das wäre das Spiel der Spiele für mich gewesen. Das wichtigste meiner bisherigen Karriere. Ausgerechnet beim Finale fehle ich jetzt, das ist sehr ärgerlich“, gab der Innenverteidiger hinterher in den Katakomben des Signal Iduna Parks unverblümt zu: „Das fühlt sich fast wie ein Genickbruch an. Das ist mein Leben, jede Woche gehe ich raus, um der Mannschaft zu helfen. Und ausgerechnet beim wichtigsten Spiel muss ich zusehen.“
Die Trauer und Verzweiflung war groß beim jungen Serben, der bislang in allen drei Wettbewerben, in denen der BVB aktiv war, von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Feld stand. Doch auch Dortmunds Coach Jürgen Klopp hätte sich sicherlich etwas anderes lieber getan, als ausgerechnet seine Innenverteidigung in Gladbach umbauen zu müssen.
Während die Dortmunder in den letzten acht Partien mit der gleichen Elf auflaufen konnten, wird es gegen die andere Borussia zwangsläufig zu einer Änderung kommen. „Wir werden eine Lösung finden“, kündigte Klopp an, verschwieg aber, an welche er dabei dachte.
Gut möglich, dass Patrick Owomoyela nach innen rutscht, und dafür Young-Pyo Lee die Position des Rechtsverteidigers einnimmt. Es wäre eine Premiere für den früheren Bremer.

