Nur Daniel Embers, Mike Terranova und Julian Lüttmann zogen sich mit einem Bierchen in den Presseraum zurück, um sich im TV die Zusammenfassung der Spiele nochmals anzuschauen. Nach dem Klassenerhalt sammmelte RS online die Stimmen der „Malocher-Truppe“.
Präsident Hajo Sommers: „Was kann ich zum Klassenerhalt sagen? Geil, großartig, fantastisch, einmalig, bombastisch. Wer hat daran geglaubt vor der Spielzeit? Ich hatte schon Angst, wir müssen in Mainz alles klar machen. Das hätte mir gar nicht gepasst, weil ich da nicht kann. Und bei der Relegation Pfingstmontag habe ich auch was anderes vor. Daher musste das heute klappen. Dementsprechend war ich natürlich angespannt. Nach dem Match habe ich nur die Vorstandskollegen gesucht, um richtig einen wegzuziehen. Denn mit der Mannschaft zu feiern, das wäre so, als wenn der Lehrer mit den Schülern raus geht. Das geht gar nicht.“
Timo Uster: „Im Endeffekt ging es für uns nur um den Punkterfolg, das ist uns gelungen. Es war sicherlich nicht schön, aber das war auch so zu erwarten. Wir wollten das Spiel einfach nur durchbringen. Und jetzt haben wir auch zurecht die Klasse gehalten. Das hat uns niemand zugetraut. Wir haben nun 42 Punkte gesammelt. Wenn uns das jemand vor der Saison angeboten hätte, hätten wir das Ganze blind unterschrieben und nicht geglaubt. Um solche Momente wie nach der Partie zu erleben, spielt man Fußball. Es ist schön, so etwas schon wieder mitmachen zu dürfen. Nun feiern wir alle zusammen.“
Marcel Landers: „Die Freiburger sind nicht umsonst Meister in Liga zwei geworden. In Durchgang eins war es ein Geduldsspiel, in dem wir die Nerven behalten haben. Wenn man als Spieler auf dem Feld ist, bekommt man die Zwischenstände von den anderen Plätzen überhaupt nicht mit. Unser Ziel war von Anfang an, unser eigenes Match zu gewinnen, um gar nicht auf die anderen gucken zu müssen. Wir können nun in Mainz für unseren Ex-Trainer Zünglein an der Waage sein. Einige Leute möchten ihn auch nicht in der Ersten Bundesliga sehen.“
Mike Terranova: „Jetzt haben wir die Rettung auch verdient. Am Ende war es umso schöner, den Klassenerhalt vor eigenem Publikum perfekt zu machen. Wir waren nicht nervös, uns hätte auch ein Zähler reichen können.“
Thomas Schlieter: „Wir wollten nicht darauf hoffen, dass uns die anderen helfen. Mir sind 100 Steine vom Herzen gefallen. Ich fand, wir haben so gespielt wie zuletzt. Da wurde aber jeder Fehler bestraft, gegen Freiburg war das anders. Die haben ordentlich gespielt, sich dabei aber kein Bein ausgerissen. Toll, wie die Fangruppen zusammen gefeiert haben.“
Julian Lüttmann: „Wir sind es ja schon fast gewohnt, jedes Jahr einmal groß zu feiern. Wir haben Sensationelles geleistet.“
Benny Reichert, der heute seinen 26. Geburtstag feierte, und auf Krücken das Match verfolgte: „Die Truppe hat mir ein tolles Geschenk gemacht. Wir haben unser Ziel erreicht, das ist der Wahnsinn. Mir fiel es sehr schwer, die Partie auf der Tribüne verfolgen zu müssen.“ Reichert zu seiner Blessur: „Das Innenband wird konservativ behandelt. Der Urlaub fällt wohl wieder mal flach, den Sommer werde ich erneut in der Reha verbringen.“
Jürgen Luginger: „Wir sind so glücklich, wir wollten das Finale in Mainz unbedingt vermeiden. Ich habe nie am Klassenerhalt gezweifelt. Die Truppe hat einfach einen unglaublichen Charakter.“




