Zwar hat die Mannschaft zuvor fünf Spiele hintereinander verloren, aber dann war sie zur Stelle und hat den Sieg eingefahren. Ich habe mich vor der Partie mit einigen Freunden und langjährigen VfL-Fans im VIP-Raum unterhalten. Als ich dann die Mannschaftsaufstellung in die Hand gedrückt bekommen habe, bin ich zunächst vom Glauben abgefallen. Er wechselt den Torwart in diesem entscheidenden Spiel, obwohl ich Daniel Fernandes nicht als blinden Schlussmann bewerte, wie viele andere Leute. Zudem lässt er den sonst so starken Christoph Dabrowski auf der Bank. Wenn der Schuss nach hinten losgegangen wäre, hätte er ein großes Problem gehabt. Im Nachhinein hat er aber alles richtig gemacht. Also muss man zufrieden sein.
Dennoch kann ich die „Koller raus“-Rufe nachvollziehen. Ich habe nichts gegen den Mann, aber wenn du als Verein einen Schritt nach vorne machen möchtest, dann musst du etwas verändern. Jahr für Jahr solche Spielzeiten, das hält kein Fan aus. Man braucht jemanden an der Linie, der emotional dabei ist und die Mannschaft nach vorne pusht.
Wenn er in der kommenden Saison wieder so einen blöden Start hinlegt, dann muss sich Herr Koller am besten einen Bunker bauen. Doch hoffen wir das Beste. Am besten spielt der VfL im nächsten Jahr einfach ganz in Ruhe um Platz zehn oder elf mit.

