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Kommentar zum Titelgewinn der U 17-Junioren
Siegermentalität

Die U17 ging nicht gerade ohne Druck in die Heim-EM. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Trainer Marco Pezzaiuoli hatten ohne Umschweife den Titel gefordert. Zur Erinnerung: Deutschland hatte das Vorgänger-Turnier U16 zuletzt 1992 gewonnen. Der EM-Triumph ist zu einem Großteil dem Vordenker Sammer zu verdanken.

Als er den Juniorenbereich übernahm und von dem bis dahin mäßig erfolgreichen Nachwuchs Titel forderte, standen die Kritiker gleich auf der Matte. Man könne doch nicht so viel Druck erzeugen. Man könne doch nicht so arrogant sein und lauthals öffentlich Titel fordern. Doch der Rotschopf ließ sich auf seinem Weg nicht beirren. Er verkörperte bereits als Spieler wie kaum ein anderer jene Siegermentalität, die er heute von allen einfordert. Ausreden lässt der Macher Sammer nicht gelten.

Die U17 hat Sammers Vorgabe tief verinnerlicht und legte ihre Reifeprüfung ausgerechnet im Finale ab. Es dauerte zwar seine Zeit, bis die Mannschaft die der Kulisse und dem frühen Rückstand geschuldete Nervosität ablegte. Was dann jedoch ab der zweiten Halbzeit folgte, war eine Demonstration. In Sachen Fußball, vor allem aber in Sachen Siegermentalität.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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