Erst wurde am Sonntag das VIP-Zelt leer getrunken, am Dienstag gaben die „Kleeblätter“ dann im Nachtflug in Köln Gas. Seit Donnerstag gilt die Konzentration aber nur noch dem Ligafinale in Mainz. Immerhin möchte mach sich ordentlich verabschieden. Und da es im Aufstiegsrennen noch spannend werden kann, muss man alleine aufgrund des Fair-Play-Gedankens ein letztes Mal ans Limit gehen.
Die Motivation kommt aus dem weiteren Umfeld. Aus Nürnberg wird man mit Würstchen gelockt, den Fans wird Freibier versprochen, sollte RWO in Mainz die Auswärts-Sensation schaffen.
Coach Jürgen Luginger betont: „Die Jungs haben sich die Feiern verdient. Jetzt gilt es aber, noch einmal alles zu geben. Vor so einer tollen Kulisse lässt man sich nicht hängen.“ Dennoch wird es ein paar Veränderungen im Kader geben. Zum einen soll Moritz Stoppelkamp eine Möglichkeit bekommen, sich nochmal zu präsentieren. Und auch Tim Reichert oder Musa Celik werden eine Abschiedsvorstellung geben dürfen.

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Luginger: „Allerdings werde ich nicht fünf oder sechs Mann austauschen. Zwei oder drei vielleicht, damit ist es aber auch genug. Das muss alles auch Sinn machen. Und wenn ich etwas ändere, heißt das nicht, dass wir schlechter sind. Die Jungs, die ich zuletzt gebracht habe, haben ihre Sache sehr gut gemacht. Zudem sind sie noch motivierter als die Kicker, die zuletzt fast am Stock gegangen sind.“
Bei einer Position tut sich der Trainer mit einem Tausch allerdings schwer. Keeper Christoph Semmler hatte die Hoffnung, nach seinem Kreuzbandriss in der letzten Partie einen Einsatz zu bekommen. Aber Luginger muss ihn enttäuschen: Darüber nachgedacht habe ich, mache ich auch immer noch. Aber beim Torwart ist das so eine Geschichte. Das hat nichts mit Semmi zu tun. Aber einen Wechsel im Tor erweckt nach außen schnell den Eindruck, man schenkt etwas her. Daher tendiere ich nicht zu der Idee, das würde den Verein wohl nicht gut aussehen lassen.“

