Eigentlich sollte Philipp Bönig nun endlich eine Pause einlegen, nachdem mittlerweile jeder weiß, dass der Linksfuß für die Rettung auf die Zähne beißen musste und nur mit schmerzstillenden Spritzen agieren konnte.
Da der VfL nun am Ziel ist, sollte Bönig auf den Rat von Vereinsarzt Dr. Bauer hören und erst einmal wieder richtig gesund werden. Doch wer will es dem Bayer verübeln, dass er momentan "ein Gefühl der Leichtigkeit" empfindet? Bönig: "Die Freude ist riesengroß, dass wir uns eine Nervenschlacht in Köln erspart haben. Wir bleiben drin, und das ist einfach wunderbar."
Doch damit nicht genug. Bochums dienstältester Profi bekam endlich einmal die Anerkennung, die er sich seit seinem ersten Arbeitstag an der Castroper Straße redlich verdient hat. Bönig: "Ein sensationeller Tag, eines der emotionalsten Spiele, die ich je erlebt habe. Die Sprechchöre bei meiner Auswechslung waren einfach nur der Wahnsinn. Ich war den Tränen sehr nahe, so etwas habe ich noch nie erlebt. Das muss man festhalten und genießen."
Bönig, der in den Tagen danach in fast allen Medien für die "Mannschaft des Tages" nominiert war, weiß allerdings mit diesem ungewöhnlichen Lohn seiner Arbeit richtig umzugehen: "Ich denke, ich kann das schon richtig einschätzen. Denn ich habe in den letzten Jahren auch schon anderes erlebt. Ich kenne beide Seiten."

