Nur wenn der Hauptstadtklub am Samstag beim abstiegsbedrohten Karlsruher SC gewinnt und die Champions League oder zumindest die Qualifikation zur Königklasse erreicht, kann Hertha weiter verstärkt in den Kader investieren.
"Kommen wir in die Champions League, können wir auch Spieler mit einer höheren Ablöse verpflichten", sagte Ingo Schiller, Geschäftsführer Finanzen bei Hertha, angesichts der dann zu erwartenden Mehreinnahmen von 15 bis 20 Millionen Euro. Auch ein Profi wie Andrej Woronin, derzeit ausgeliehen vom FC Liverpool, dürfte nur bei einem zweiten Platz zu halten sein.
Die konservative Planung für die kommende Saison sieht keine Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb und einen Etat von 75,6 Millionen Euro vor. Der Personaletat soll von 33,6 auf 28 Millionen Euro gesenkt und ein Transferüberschuss von fünf Millionen Euro erzielt werden. Somit droht bei Platz vier der Verkauf eines Spielers wie Josip Simunic, der für eine festgeschriebene Ablöse von sieben Millionen Euro den Klub verlassen kann.
Der Klub kalkuliert vorsichtig, da dem Rekorderlös von 82,7 Millionen Euro in dieser Saison Ausgaben in Höhe von 83,5 gegenüberstanden. Durch das Minus stiegen die Verbindlichkeiten der Hertha auf knapp über 30 Millionen Euro. Vor allem die Fans sorgten für eine "rote Null", wie Schiller es ausdrückte. Der im Vergleich zur Vorsaison um knapp 10.000 Besucher höhere Zuschauerschnitt spülte rund eine Million Euro zusätzlich in die Kassen.


















