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BVB: Meyer-Elf mimt den grün-weißen Spielverderber
Europa-Traum platzt auf der Zielgeraden

So nah und doch so fern.

Während sich die Spieler der Borussia aus Mönchengladbach nach dem 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen den BVB wie die kleinen Kinder über den Rasen wälzten und ausgelassen den Klassenerhalt feierten, fielen die in gelb gekleideten Dortmunder mit trauriger Miene und gesenktem Kopf wie plumpe Säcke auf den Boden. Piotr Trochowski, Hamburgs Nationalspieler, hatte kurz zuvor im zwei Stunden entfernten Frankfurt den 3:2-Siegtreffer seines Teams erzielt, und den HSV damit auf Rang fünf nach vorne geschoben. Es war das Aus aller Europapokal-Träume der schwarz-gelben Borussia - und das tragische Ende einer famosen Saison.

Mit der Referenz aus acht Siegen aus den letzten neun Partien war die Elf von BVB-Coach Jürgen Klopp in den Borussia-Park gekommen. Dank des Hamburger Patzers in der Vorwoche gegen Köln hatte man es selbst in der Hand. 90 Minuten fehlten noch, um den größten Erfolg seit der gewonnen Meisterschaft im Jahr 2002 unter Dach und Fach zu bringen. Am Ende des Tages waren diese - eigentlich guten - Vorzeichen jedoch längst Geschichte.

In einer von Versagensangst geprägten und dementsprechend zerfahrenen und an Höhepunkt armen Partie, war es zunächst die Elf von Heimtrainer Hans Meyer, die ihre Pflicht erfüllte, und durch den brasilianischen Innenverteidiger Dante in Führung ging (54.). Erst nach dem Rückstand wachte der BVB aus seiner seltsamen Lethargie auf und übernahm endlich die Perspektive - doch zu mehr als dem Ausgleich durch Jakub „Kuba“ Blaszczykowski (64.) sollte es an diesem Tag nicht reichen. Zu wenig, um Platz fünf verteidigen zu können.

„Wir haben in der gesamten Saison hart gearbeitet, aber unser Ziel ist am Samstag nicht aufgegangen. Das Ganze war an Tragik nicht zu überbieten“, musste sich Klopp nach dem Abpfiff und der enttäuschenden Kunde aus Frankfurt erst einmal fangen, bevor er seinen Optimismus wiederfand: „Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Aber ich bin trotzdem stolz auf das, was die Truppe und die Fans geleistet haben. Wir hatten viele tolle Erlebnisse in dieser Saison. Und ich verspreche, dass wir da weitermachen, wo wir am Samstag aufhören mussten.“

Die Gefühlswelt von Meyer, dem „Retter“ der Gladbacher, sah da natürlich ganz anders aus. Mit einem knappen Punkt Vorsprung konnte sich seine Borussia vor Cottbus ins Ziel schleppen und die Klasse halten: „Wir mussten zu Beginn zwei Riesenchancen durch Valdez überstehen, doch ich war dennoch nicht unzufrieden. Es war ein gerechtes Remis. Wir hatten es selbst in der Hand, etwas zu erreichen. Und das haben wir geschafft.

In der Stunde der Freude vergaß der VfL-Coach jedoch auch nicht den Frust auf der Gegenseite: „Es ist bitter für Kloppo, dass es so mies gelaufen ist. Aber das eigene Ergebnis ging in diesem Fall vor.“

Und so dämpften die „Fohlen“ die Stimmung im schwarz-gelben Lager vor der Abschlussparty am Samstagabend beim Stamm-Italiener empfindlich. Zumindest Klopp hatte da seine Trauer jedoch schon wieder überwunden: „Die erste Enttäuschung bei mir ist schon weg. Wir können es jetzt ja nicht mehr ändern.“ Mit dieser Einstellung lässt es sich am Montag auf jeden Fall deutlich besser in den Urlaub starten.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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