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Düsseldorf: „Lumpi“ ging dem Altbier fremd
Zweite Liga? „Da wollte ich hin“

Abgekämpft und mit dick verbundenem Knöchel saß Kapitän Andreas Lambertz vor der Kabine.

Mehrfach nahm er einen kräftigen Schluck Pils (!) aus dem Becher und nicht selten huschte ein breites Grinsen über sein Gesicht. RS stellt dem Publikumsliebling einige Fragen.

Andreas Lambertz, wieso trinken Sie eigentlich Pils und nicht Altbier?

Ich komme ja nicht aus Düsseldorf, sondern aus Grevenbroich. Ich trinke das, was mir schmeckt. Da brauchen sich die Leute auch keinen Kopf zu machen.

Was haben Sie gefühlt, als Sie ausgewechselt wurden und über 50.000 Menschen „Lumpi, Lumpi“ gerufen haben?

Das war natürlich ein netter Nebeneffekt, aber mir war nur wichtig, dass wir das 1:0 über die Bühne bringen. Es war schließlich kein atemberaubendes Spiel. Auch das Siegtor war so nicht gewollt.

Haben Sie auf der Bank noch gezittert?

Natürlich. Ich hasse das, nur zuschauen zu können. Auch in Aalen war es schon schrecklich. Die Jungs stehen da alle Arm in Arm, ich jedoch kann das gar nicht. Ich bin die ganze Zeit rauf und runter gelaufen, weil ich so nervös war. Aber dann war es endlich soweit und es ging erst richtig los.

Jetzt sind auch Sie persönlich endlich in der Zweiten Bundesliga angekommen.

Da wollte ich ja schon immer hin, die anderen auch. Das haben wir uns nun auch verdient. Ich weiß nicht einmal, wie unsere Konkurrenten gespielt haben. Für mich ist nur wichtig, dass wir unser Spiel nach Hause gebracht haben.

Paderborn ist auf dem Relegationsplatz gelandet. Ihr Kommentar?

Allein durch die sehr starke Hinrunde waren die Paderborner für mich schon durch, deshalb sind sie nun auch zurecht in der Relegation. Der Einbruch in der Rückserie kam für mich sehr überraschend.

Wie schaut's mit Ihrer Fuß-Verletzung aus?

Das war richtig heftig. Der Fuß war unheimlich angeschwollen. Unser Physiotherapeut Bernd Restle hat mich jeden Tag zwei Mal behandelt, ich lag sechs Stunden auf der Pritsche. Der hat mehr als Gas gegeben. Ohne ihn hätte ich nicht spielen können. Und auch ohne Spritze wäre nichts gegangen. Ich habe vor dem Spiel eine bekommen und auch in der Halbzeit noch einmal.

Nach zwei Minuten hatte man Sie schon wieder humpelnd gesehen. Was war passiert?

Ich habe einen Ball dagegen bekommen. Die komplette Partie unten am Knöchel wurde gespritzt. Dadurch hat jeder Ball, den ich dagegen bekommen habe, geschmerzt. Man kann ja auch nicht alles betäuben, dann kann ich ja nicht mehr laufen.

Wurde noch ordentlich gefeiert?

Das kann man so sagen. Wir haben einige Getränke zu uns genommen.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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