Geht es nach BVB-II-Coach Theo Schneider, soll der fehlende Punkt bereits am Samstag im Westfalenduell bei Preußen Münster eingesammelt werden. Das letzte Meisterschaftsmatch gegen RW Essen, vor der Saison als größter Rivale im Aufstiegskampf eingeschätzt, geriete dann im Signal Iduna Park zum feierlichen Schaulaufen.
Doch soweit ist es noch nicht. Denn auch wenn es für den SCP de facto um nichts mehr geht, erwartet Schneider keine leichte Aufgabe: „Wir kennen es, dass die Gegner gegen uns immer bis in die Haarspitzen motiviert sind. Entsprechend werden auch die Münsteraner auftreten. Dazu haben sie sicherlich den Druck, zu Hause noch einmal ein starkes Spiel zu zeigen.“
Angst und bange muss den Borussen dennoch nicht werden, denn bis auf Marcel Schmelzer, der sich mit der U21-Nationalmannschaft auf die bevorstehende Europameisterschaft vorbereitet, sind alle Leistungsträger der vergangenen Wochen an Bord – also auch BVB-Goalgetter Christopher Kullmann. Daher ist sich Schneider sicher: „Wir fahren selbstbewusst nach Münster und werden versuchen, dort unser Ding durchzuziehen. Wir haben auch schon die Hürden Kaiserslautern und Köln genommen.“
Aus planungstechnischer Sicht wäre es für Schneider und Jugendkoordinator Lars Ricken, der auch für die Personalplanung der Zweitvertretung zuständig ist, ein Segen, wenn der Aufstieg festgezurrt werden würde. Zwar laufen bereits Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen. Zusagen fehlen jedoch noch, wie Schneider bestätigt: „Wir müssen die Planungen aufschieben, bis wir wissen, wo wir spielen. Die 3. Liga übt natürlich sehr großen Reiz aus.“
Wenn alles nach Plan läuft, dürften in der kommenden Woche also gleich mehrere Unterschriften getätigt werden. Bis dahin will Schneider so weiterarbeiten, als wäre die Saison noch lang: „Es gibt für uns keinen Grund, etwas anders zu machen. Wir gehen die Partie in Münster genauso an wie die Spiele zuvor.“ Im Hinblick auf die letzten Wochen ist das sicherlich nicht die falsche Taktik.

