Der Mittelfeld-Motor kam vor der Saison aus Offenbach und packte schon im ersten Anlauf das lang ersehnte Düsseldorfer Ziel. Dabei ist es für Sieger kein neues Gefühl, denn schon mit den Kickers schaffte er den Klassensprung ins Bundesliga-Unterhaus. Im RS-Gespräch vergleicht der „Sechser“ seine Aufstiege und berichtet vom Erfolgsgeheimnis seiner Truppe.
Stephan Sieger, Sie sind bereits mit den Kickers Offenbach aufgestiegen. Können Sie den mit Fortuna einordnen?
Das ist sehr schwierig. Allein schon die Zuschauerzahl ist noch eine andere Dimension als mit Offenbach. Damals war es auch ein Auswärtsspiel vor 10.000 Zuschauern. Es ist hier einfach noch mal alles zwei Nummern größer.
Also bedeutet Ihnen dieser Aufstieg noch einmal ein Stück mehr?
Man hat oft gehört, Fortuna sei ein schlafender Riese und das stimmt auch. Wenn man gesehen hat, was am Samstag im Stadion los war, das ist schon Wahnsinn. Aber jeder Aufstieg ist toll, auch der damals, das muss man ganz klar sagen.
Somit sieht man Sie in der nächsten Saison wieder in Liga zwei.
Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft und deshalb freue ich mich riesig, dass ich nach dem Abstieg im letzten Jahr, der auch sehr weh getan hat, die Scharte auf dem schnellstmöglichen Weg wieder auswetzen konnte.
Was war im Endeffekt das Erfolgsrezept Ihrer Mannschaft?
Ganz einfache Antwort: Teamgeist. Wir haben immer zusammen gehalten. Auch wenn es mal schlecht lief. Wir waren uns immer einig, was wir wollten. Wir haben uns durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lassen. Das war ausschlaggebend.
Mit Ihnen hat es direkt im ersten Anlauf geklappt. Hätte man Sie eher nach Düsseldorf holen sollen?
Im Nachhinein hätten sie es vielleicht eher probieren sollen. Nein, Quatsch: Es lag wirklich nicht an einzelnen Personen, sondern an der gesamten Mannschaft. Es hat einfach gepasst. Natürlich hatten wir auch das nötige Glück, dass die Konkurrenz zum richtigen Zeitpunkt gepatzt hat. Wir sind nun den letzten Schritt gegangen und darauf können wir stolz sein.

