Beim Match gegen den Tabellenführer hat er auch gleich zwei Treffer erzielt. Und vorab hat er bei Kurzeinsätzen gegen Germania Dattenfeld und Fortuna Köln angedeutet, dass er nach langer Verletzungspause (komplizierter Fußbruch, Knie, später Herzprobleme) die Qualität für die NRW-Liga besitzt. Wagner erzählt: „Ich bin auf die Verantwortlichen zugegangen und habe deutlich gemacht, dass ich gerne bleiben würde.“ Und der Verein hat zugestimmt. Wagner musste finanziell allerdings abgespecken und ist erst einmal für die Reserve eingeplant. „So ist das auch vollkommen in Ordnung“, freut sich Wagner. „Als Stürmer hat man immer die bessere Gelegenheit, sich ins Rampenlicht zu spielen.“
Klar, Tore machen interessant. „Es geht jetzt erst einmal darum, auf dem Teppich zu bleiben“, erklärt Wagner. Weil der ehemalige Schweriner in den letzten 18 Monaten zu viel erlebt hat. Gegen Düsseldorf traf ihn kurz vor Schluss noch ein Ellebogen am Ohr. Am Montag war er dann in der Sauna, tauchte unter Wasser und verspürte Schmerzen. Der Arzt hat einen Riss im Trommelfell festgestellt. „Es wäre auch vollkommener Mist, wenn ich mal nichts hätte“, schüttelt Wagner mit dem Kopf.
Doch alles bleibt im Rahmen. „Sport ist kein Problem“, gibt er Entwarnung. Und der soll ab dem Wintersemester genau wie Geschichte Studieninhalt werden. Sportlich ist er jedenfalls schon auf dem Vormarsch. „Jetzt klappt es auch mit Toren im Georg Melches-Stadion, das hatte ich bislang noch nicht geschafft“, freut sich Wagner, auf der Erfolgsspur zu sein. Denn zuhause warten Töchterchen Vivienne Violetta Marcheline und seine Frau Caro. „Die Kleine macht doch sowieso alles relativ. Ich kann mich über mein Leben bestimmt nicht beklagen“, lacht Wagner.

