"Warten wir doch einmal ab, wer diesen Job übernimmt", bemerkt Silvio Pagano. Den Italiener nannte RS als potenziellen Abgangskandidaten. "Ich habe einen Vertrag bis 2010", kontert der Ex-Kölner. Er räumt aber auch ein: "Natürlich macht man sich darüber Gedanken, die Zelte abzubrechen, wenn man wie ich wenig gespielt hat - auch wenn ich mich an in Essen wohl fühle." Dass Thomas Strunz, Geschäftsführer Sport, ihm mitteilte, das Schicht ist an der Hafenstraße, bestätigt Pagano nicht. Nur: "Es gab ein Gespräch."
Das hat auch Stefan Kühne geführt. "Es war sehr angenehm", berichtet der 28-Jährige. Im Aufstiegsfall hätte sich sein Kontrakt um ein Jahr verlängert, RWE verbleibt in der Klasse, somit müsste er ein neues Papier erhalten. "Das Pokalspiel ist vorbei, ich denke jetzt wird auch bald bekannt gegeben, wie der neue Coach heißt", erklärt Kühne. Wohl wissend, dass noch ein Sechser gesucht wird. Eigentlich seine Position, es ist auch die von Michael Lorenz, der die Koffer packt - trotz seines Kontraktes bis 2010. Auch sein Bruder Stefan, dessen Papier am 30. Juni ausläuft, wird gehen.
Bestehende Verträge will Strunz "respektieren." Und neue abschließen, wie mit Stürmer Vincent Wagner (23), der sich nach langer Verletzungsgeschichte wieder herankämpfte und bis 2010 eine neue Chance erhält. Auch Michel Harrer, der sich in Elversberg einen Kreuzbandriss zuzog (dritte schwere Verletzung) und am Dienstag in Wuppertal operiert wurde, soll eine neue Vereinbarung erhalten. "Wir stellen uns der Verantwortung", erklärt Strunz, "wir werden eine Lösung finden, damit er erst einmal wieder auf die Beine kommt."

