Aber wohin verschlägt es eigentlich die Oberhausener, die den Verein verlassen müssen. Bis auf Kim Falkenberg hat noch kein Kicker einen neuen Klub. Allerdings laufen hinter den Kulissen viele Gespräche. Bei Tim Reichert zum Beispiel mit den Sportfreunden aus Siegen. Denn dort könnte der Mittelfeld-Mann neben dem Fußball auch in andere Bereiche einen Einblick gewinnen. RWOs Geschäftsführer Gerd Kehrberg ist auch nach Siegen gewandert und will Reichert unbedingt mitnehmen. Reichert: „Das ist eine Option. Es gibt aber auch noch Gespräche mit zwei Drittligisten.“
Die führt auch Musa Celik, der zudem am Freitag einen Termin mit einem türkischen Zweitligisten hatte. Auch der Süd-Regionalligist Hessen Kassel hat Interesse am Linksfuß. Celik betont: „Kassel steigt wahrscheinlich nicht auf, daher ist das wohl kein Thema mehr.“

Musa Celik (Foto: firo).
Auch noch ungeklärt ist die Zukunft von Julian Lüttmann, der in diesen Tagen auf die Geburt seiner Tochter Emma Lynn wartet. Der Stürmer berichtet: „Es kann täglich etwas passieren“. Und das sowohl beim Familienzuwachs, als auch bei der Vereinssuche. „Es ist alles drin. Zweite Liga, Liga drei oder auch das Ausland ziehe ich in Betracht.“
Das Fazit der Oberhausener Zeit fällt fast nur positiv aus. „Ich hatte bis auf die letzten Monate eine tolle Zeit hier. Ich hatte ein gutes Standing, das hat Spaß gemacht. Nur hätte ich mir einen schöneren Abschied gewünscht. Ich denke, den hätte ich auch verdient gehabt. Schade, dass ich mich nicht wie einige andere richtig von den Fans verabschieden konnte. Das hat mir nicht gefallen.“ Die Truppe wird er aber dennoch vermissen, speziell Thomas Schlieter. „Ein Riesentyp, der Junge geht für einen durchs Feuer. Aber fast alle sind super, wenn ich daran denke, wie schnell sieben Stunden bei Auswärtsfahrten im Bus vergangen sind...“
Auf der Abschlusstour nach Mallorca war Lüttmann wegen des Geburtstermins seiner Frau aber nicht. Insgesamt zwölf RWO-Kicker (dazu Ex-Spieler David Müller) vergnügten sich zwei Tage in Cala Ratjada und zwei Tage am Ballermann. Celik erklärt nach der Rückkehr am Freitag: „Das war geil, aber auch anstrengend. Auf jeden Fall haben wir ein neues Talent entdeckt.“ Er meint Moritz Stoppelkamp. Celik: „Er ist der neue Humbakönig und hat seine Stimme zum Schluss komplett verloren.“

Moritz Stoppelkamp (Foto: firo)
Celik plaudert aus dem Nähkästchen: „Er hat das so professionell gemacht, alle haben immer wieder danach gelechzt, der nötige Pegel war immer vorhanden. Die Kicker vom SV Meppen haben sich von ihm Tipps geholt. Es gab sogar eine Humba-Battle.“
Die ging natürlich auch an Stoppelkamp, dessen sportliche Zukunft noch ungewiss ist. Wobei die Tendenz in Richtung Verlängerung geht. Christopher Nöthe verhandelt unterdessen mit Greuther Fürth über ein Engagement.

