Es müssen mehr Kicker gefunden werden, die in die Rubrik Funkturm eingeordnet werden können. Bisher gab es Thomas Schlieter und Tim Kruse, jetzt hat man mit Daniel Gordon und Marinko Miletic echte Hünen hinzugefügt. Miletic, Vater einer Tochter (fünf Jahre) und eines Sohnes (zwei Monate) misst 1,93 Meter und soll in der Abwehr richtig aufräumen. RS unterhielt sich mit dem Neuzugang aus Ahlen.
Marinko Miletic, warum der Wechsel nach Oberhausen?
Das Interesse und die Wertschätzung an meiner Person haben mir imponiert. Ich hatte den Eindruck, man wollte mich unbedingt. Und das seit dem ersten Gespräch vor einigen Wochen, als wir uns erst einmal kennenleren wollten. Dieses Vertrauen brauche ich als Spieler.
Wollte Ahlen Sie nicht halten?
Ich hatte nicht das gleiche Gefühl wie bei der Anfrage aus Oberhausen. Ich kannte Coach Stefan Emmerling noch aus Düsseldorfer und habe gehofft, dass man das Gespräch mit mir sucht, aber es kam nichts.
Und in Oberhausen treffen Sie auch gleich auf alte Bekannte.
Richtig, ich kenne Christoph Semmler, Daniel Embers und Benjamin Schüßler. Von dem Rest der Truppe kann man sich schnell ein Bild machen.
Wie lauten Ihre Ziele?
Ich will einfach dazu beitragen, dass wir erneut so eine gute Spielzeit hinlegen. Erstes Ziel ist aber natürlich der Klassenerhalt. Das wird schwer genug, die Liga wird sehr stark. Mit Union Berlin oder Düsseldorf kommt richtig Qualität hinzu.
Sie fielen seit dem 20. November mit einem Kreuzbandriss aus. Was macht die Blessur?
Das Knie macht super Fortschritte. Nach jetzigem Stand bin ich in drei Wochen voll dabei. Ich fahre auch nicht in den Urlaub und bin weiter in der Reha in Düsseldorf. Es gab seit dem ersten Tag keine Komplikationen. Ich kann zu 100 Prozent sprinten, gerade gibt es keine Probleme.
Also sind Sie schon heiß auf den Auftakt, oder?
Sicher, ich will nach sechs Monaten Pause wieder auf den Platz. Aber ich kann natürlich auch die verstehen, die nach 34 Partien nur den Urlaub genießen wollen.
In Ahlen wurde in der Vierer-Kette gespielt, bei RWO oft mit der Dreier-Kette. Ist das ein Problem?
Nein, Heiko Bonan hat mich damals nach Ahlen geholt, er hat auch die Dreier-Kette spielen lassen.
Und mit Ihren 28 Jahren haben Sie jetzt die erste Spielzeit in Liga zwei verbracht. Durch die Verletzung wurden es „nur“ zwölf Partien.
Das war immer mein Traum, den habe ich mir mit Ahlen erfüllt. Und ich will noch lange in der Liga bleiben.
Dazu können Sie aktiv beitragen. Auch mit Toren nach Standards.
Bis zu 60 Prozent der Partien werden so entschieden. Und ich will mich weiter verbessern, dazu gehört auch, dass ich vorne noch gefährlicher werde.
Rechnen Sie gleich mit einem Stammplatz?
Ich brauche nach der langen Auszeit sicher noch etwas Zeit. Ich weiß nur, in jeder Elf gibt es vier bis sechs Mann für die Innenverteidigung und Qualität setzt sich am Ende durch. Ich reiße mir den Hintern dafür auf, dass ich dabei bin. Ich hoffe, das reicht und ich kann RWO helfen. Dafür werde ich alles geben.

