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Kommentar: Hoffentlich bleibt Marcel Koller beim VfL Bochum
Kraft der Argumente

Jetzt hat das Sommerloch auch in Bochum einen Namen - Marcel Koller.

Zwar besitzt der Schweizer noch einen Ein-Jahres-Vertrag an der Castroper Straße. Aber kein Tag vergeht derzeit, an dem nicht über seinen Abgang spekuliert wird. Und trotz Dementis von allen Seiten und viel heißer Luft, die frei Erfundenes befeuert: Lehrt uns nicht auch das rotierende Trainerkarussell in der Liga, dass bestehende Verträge selten die Tinte wert sind, mit denen sie verfasst wurden? Warum sollte sich nicht auch Koller einen Dreck um sie scheren?

Außerdem: Wenn Koller überstürzt den VfL verlassen würde, wer hätte dafür kein Verständnis?! Für was der Coach in Boulevardpresse und Fanforen den Kopf hinhalten muss, das ist abenteuerlich. Auf die unerträglichste Weise angefeindet, beleidigt und verhöhnt, würde in der Tat wohl jeder Normalbürger die Flucht in die beschauliche Schweiz antreten.
Doch Koller scheint aus anderem Holz geschnitzt. Er stellt sich der Dauerkritik, plant die neue Saison, setzt wohl auf die Kraft der Argumente. Und die sprechen für den Coach. In den vier Jahren seines Wirkens brachte er zunächst den VfL zurück ins Oberhaus und hielt ihn dort drei Jahre lang. Für die finanzielle Kragenweite des VfL keine Selbstverständlichkeit. Platz zwölf im TV-Ranking weist aus, wie erfolgreich der Trainer bisher tätig war.

Bei dieser Bilanz sind Begehrlichkeiten trainersuchender Klubs verständlich. Aus Sicht des VfL kann man nur wünschen, dass der Coach ihnen ebenso standhält wie der ewigen Nörgelei an seiner Arbeit. Einen Nachfolger seiner Klasse zu finden, könnte sich für den Verein als unlösbare Aufgabe erweisen.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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