Doch die Halbmillionen-Metropole zwischen Rhein und Ruhr hat deutlich mehr zu bieten als rauchende Schornsteine und dunkle Bergarbeitersiedlungen. Gerade in Sachen Sport- und Bewegung ist Duisburg vor allem im Bereich Amateur- und Breitensport gut aufgestellt. Mit dem Stadtsportbund als Dachorganisation aller Vereine haben die sportbegeisterten Duisburger einen starken Partner als Bindeglied zwischen den Vereinen, der Politik und der Verwaltung an ihrer Seite. Im Interview mit RevierSport spricht SSB-Geschäftsführer Uwe Busch über die Zusammenarbeit mit Schulen, die Kooperation mit DuisburgSport und über Möglichkeiten, die das Konjunkturpaket II dem Duisburger Sport eröffnet.
Uwe Busch, Duisburg zeichnet sich vor allem durch sein breit gefächertes Sportangebot aus. Inwiefern fördert der Stadtsportbund diese Vielfältigkeit?
Der Duisburger Sport ist vor allem in den diversen Vereinen über Jahrzehnte gewachsen. Dennoch tritt der SSB in Kooperation mit DuisburgSport als Initiator einer ganzen Reihe von Projekten in Erscheinung. Diese Förderung betrifft vor allem den Breiten- und Behindertensport in der Stadt. Daneben fällt aber auch das Planen von Großprojekten wie der Universiade 1989, dem Ruhr-Marathon oder den World-Games 2005 in unseren Aufgabenbereich.
Sie haben DuisburgSport angesprochen. Wie ist die Stellung der Einrichtung zu beschreiben?
DuisburgSport ist keinesfalls eine Art Konkurrenz-Produkt zum SSB, sondern mit der Gründung von dieser eigenbetriebsähnlichen Einrichtung im Jahr 2007 wollten und wollen die für den Sport zuständigen Stellen den Sport in Duisburg noch besser vertreten und fördern. Die Restrukturierung des alten Sport- und Bäderamtes hat als primäres Ziel das Bündeln aller Kräfte gehabt. Natürlich spielt der finanzielle Aspekt auch eine Rolle. Es geht um Effizienzsteigerung, Personaloptimierung und Transparenz. Zusammen mit unserem Kooperationspartner sind wir eine Art Klammer für den Duisburger Sport.
Die Stadt Duisburg profitiert vom Konjunkturpaket II, Wie viel Geld fließt in den Sport?
Punktuell werden rein für den Sport zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Umsetzung einiger Projekte, wie der Bau neuer Kunstrasenplätze, soll möglichst zeitnah erfolgen. Momentan warten wir allerdings noch auf Grünes Licht aus der Politik, denn das Geld aus dem Konjunkturpaket sollte eigentlich gar nicht für Sportprojekte genutzt werden dürfen. Hier muss das dementsprechende Gesetz allerdings noch modifiziert werden.
Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit Schulen?
Das ist ein ganz intensiver Bereich. Der SSB ist Träger von 20 Schulen im offenen Ganztag. Daneben unterstützen wir die Talentsichtung und -Förderung. So haben wir in Kooperation mit dem Steinbad-Gymnasium ein Projekt, in dem 40 Kadersportler von uns gezielt unterstützt und betreut werden.
In Oberhausen gibt es einen Sportentwicklungsplan. Wie sieht es in Duisburg diesbezüglich aus?
Einen klassischen Sportentwicklungsplan gibt es in Duisburg derzeit nicht. In den nächsten zwei Jahren soll eine solche Standortbestimmung jedoch entwickelt und schriftlich fixiert werden.
Das Projekt Sportpark Duisburg ist sehr erfolgreich. Wodurch zeichnet sich das Areal rund um die Wedau aus?
Auch hier ist sicherlich die Vielfältigkeit zu nennen. Neben einem Hochseilklettergarten ist vor allem unser Wasseraktionsspielplatz ein Highlight. Aber auch unsere verschiedenen Wege, früher Trimm- Dich-Pfade genannt, haben für jeden etwas zu bieten. Fitness, Wellness und Mobilität sind hier die Schlagworte.
