Der Ex-Nationalspieler darf sich gerade jetzt noch nicht in der Sonne räkeln. Nach der verkorksten Meisterschaftssaison und der bitteren Niederlage im Verbandspokalendspiel gegen das unterklassige Speldorf gilt es, neue Strukturen mit Leben zu füllen. Der Kader muss zusammengestellt werden. "Wir haben bereits viele Gespräche geführt", erklärt Strunz, der am Montag mit den Gremien Vorstand und dem mittlerweile extrem mächtigen Aufsichtsrat tagt. RS online unterhielt sich mit Strunz.
Thomas Strunz, wie lautet Ihre Bilanz beim letzten Match?
Mit dem 0:0 können wir leben, wir haben uns das Leben selbst ein wenig schwer gemacht. Es ging nicht mehr um das Allerletzte. Es waren auf beiden Seiten einige Torchancen zu erkennen, die Keeper konnten sich auszeichnen.
Der von Ihnen so genannte "Auswärtsfluch" blieb aber!
Wir haben noch genügend Testspiele auswärts vor der Saison und irgendwann gewinnen wir. Die Serie sollte zu Ende gespielt werden, die Mannschaft hat es geschafft, das ordentlich zu machen. Wir haben zuletzt fünf Mal zu Null gespielt. Wir hätten sicherlich das ein oder andere besser machen können, aber wenn man so eine Saison im Gepäck hat, dann ist das nicht angenehm.
Und jetzt?
Am 1. Juli werden wir mit einer klaren Zielsetzung in die Saison starten. Wir sind in einigen Sachen schon sehr konkret.
Wie erleichtert waren Sie, als Nico Schäfer signalisierte, dass der DFB in Sachen Lizenz nicht mehr meckert?
Ich sagte es schon unter der Woche, dass ich zuversichtlich bin. Aber wenn man Sachen noch nicht in der Hand hat, ist es immer so, dass ein Restfragezeichen da ist.
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Warum haben Sie David Czyszczon gegen Dortmund so früh rausgenommen?
Ich war nicht zufrieden mit der gesamten Spielweise der Mannschaft, wir standen zu tief, haben zu langsam hinten raus gespielt. Die Zuordnung stimmte nicht. Aufgrund der mangelnden Spielpraxis von David habe ich gewechselt und Michael Lorenz zurück in die Innenverteidigung gezogen. Turgul Aydin ist ins Mittelfeld gegangen, das ging auch eine Dreiviertelstunde ganz gut und wir haben das Spiel besser in den Griff bekommen.
Ist es nicht ziemlich hart, einen Akteur in einer Partie, in der es um nichts mehr geht, in eine solche Situationen zu bringen?
Es geht immer um was, es geht immer darum, zu gewinnen, die Dinge dürfen nicht dahinplätschern. Wenn ich das Gefühl habe, ich müsste was ändern, dann ist das nach 30 Minuten so, nach 45 oder nach 15.

