So wäre England mit einem siebten Sieg im siebten Spiel der Gruppe sechs im heimischen Wembley-Stadion gegen Andorra die WM-Teilnahme bei zehn Punkten Vorsprung auf Kroatien praktisch kaum noch zu nehmen. "Wenn wir am Mittwoch gewinnen, dann sind wir unserem Ziel einen gewaltigen Schritt nähergekommen", sagte Stürmerstar Wayne Rooney, der bereits vom zweiten WM-Titel für die Three Lions nach 1966 träumt: "Wir wollen uns qualifizieren und mit diesem Team etwas gewinnen."
Dass sich Andorra, die Nummer 196 der FIFA-Weltrangliste, als Stolperstein entpuppt, glaubt auf der Insel niemand. Kapitän John Terry mahnte daher eher im Hinblick auf das entscheidende Spiel am 9. September gegen die Kroaten, die den Engländern den Platz bei der EURO 2008 streitig gemacht hatten: "Wir sind auf einem guten Weg, aber wir wissen, dass wir noch einiges verbessern müssen." In der zweiten Gruppenpartie empfängt die Ukraine die Auswahl aus Kasachstan.

Mit England auf Erfolgskurs: ManU-Stürmer Wayne Rooney. (Foto: firo)
In der Gruppe vier könnte die deutsche Nationalmannschaft als großer Gewinner des Spieltages hervorgehen, obwohl sich die Spieler von Bundestrainer Joachim Löw bereits im Sommerurlaub befinden. Auf Verfolger Russland wartet in Finnland ein unangenehmer Gegner, der bei nur zwei Punkten Rückstand auf Platz zwei auch noch um seine WM-Chance kämpft.
"Das wird ein schweres Spiel. Aber wir wollen die Gruppe gewinnen, also müssen wir drei Punkte holen", meinte Linksverteidiger Juri Schirkow, an dem Bayern München Interesse haben soll. Bei einer Niederlage könnte die von Erfolgscoach Guus Hiddink trainierte Sbornaja angesichts von vier Punkten Rückstand die DFB-Auswahl nicht mehr aus eigener Kraft verdrängen.
Den ersten Platz und damit die direkte Qualifikation für die erste WM-Endrunde in Afrika hat Schweden vor der Begegnung gegen Malta bereits abgehakt. Die Tre Kronor richtet ihr "Augenmerk auf den zweiten Platz", wie Trainer Lars Lagerbäck erklärte. Doch auch dieser ist derzeit sieben Punkte entfernt und bei einer weiteren Niederlage wohl nicht mehr zu erreichen.
In der Gruppe sieben möchte Tabellenführer Serbien mit einem Sieg bei Fußball-Zwerg Färöer einen großen Schritt Richtung Südafrika machen und gleichzeitig Frankreich unter Druck setzen. Der Vize-Weltmeister hätte dann bei zwei weniger ausgetragenen Spielen bereits acht Punkte Rückstand auf den ersten Platz. "Ich habe großen Respekt vor Frankreich. Aber wir haben in unserer Gruppe die dominante Rolle übernommen, und ich glaube an meine Spieler", sagte Serbiens Nationalcoach Radomir Antic selbstbewusst. Außerdem stehen sich in der Gruppe neun die bereits qualifizierte Niederlande und Norwegen sowie Mazedonien und Island gegenüber.
