Sören Pirson (21 Einsätze, 20 benotete Einsätze, Durchschnittsnote: 3,0): Der Keeper kam durch die Verletzung von Konkurrent Christoph Semmler zu seiner Chance. Und die nutzte er. Bis zum ersten Patzer musste man lange warten, dann gab es das Desaster von Rostock. Es blieb der einzige Trauertag des Schlussmanns, der auf eine starke erste Zweitliga-Spielzeit zurückblicken kann.
Thomas Schlieter (32, 31, 3,35): Er konnte seine Poleposition der Hinserie fast verteidigen. Der Abwehrhüne hat den Sprung von der Oberliga in die Zweite Klasse gepackt. Dabei legte „Air“ eine erstaunliche Konstanz an den Tag. Nur zum Ende der Spielzeit gab es einige Treffer, die er auf sein Konto nehmen musste. Zum Schluss aber wieder mit der gewohten Abgezocktheit.
Benjamin Reichert (25, 24, 3,38): Was wäre RWO ohne den Abwehrchef? Das Vereinsurgestein fehlte zum Start der Saison. Seit er zurück ist, lief es. Mehr braucht man über seinen Stellenwert eigentlich nicht zu sagen. Der „Capitano“ ist unverzichtbar.
Mike Terranova (33, 33, 3,48): Noch ein Kicker, auf den RWO nicht verzichten kann. Wie kein anderer steht „Terra“ für vorbildlichen Einsatz. Kein Wunder, dass er der Fußballgott der Anhängerschaft ist. Und die Prognose ist nicht gewagt: Er bleibt es auch in der neuen Saison.
Dimitrios Pappas (32, 32, 3,59): Die Überraschung der Rückrunde. Vor der Winterpause hatte er große Schwierigkeiten, in der neuen Liga anzukommen. Ein ganz anderes Bild gab es in Saisonhälfte zwei. Man sah kaum noch Patzer des Griechen, der Einsatz war sowieso immer am Limit. So wird er auch im nächsten Jahr auf seine Einsätze kommen.
Daniel Embers (33, 32, 3,61): Auf der linken Seite markierte er sein Gebiet und niemand durfte eindringen. Defensiv machte er seine Sache sehr gut, nach vorne gibt es sicher Verbesserungs-Möglichkeiten. Aber die Offensive ist auch nicht unbedingt seine Welt. Trotzdem eine sehr zufriedenstellende Runde des Linksfußes.
Tim Kruse (32, 32, 3,64): Mr. Zuverlässigkeit vor der Abwehr. Wie in der Regionalliga bildete er ein starkes Duo mit Markus Kaya. Bei Kruse mehr mit dem Blick auf die Defensive. Dabei raubte er mit Ausnahme einiger schwacher Partien den Gegnern im Aufbau mehr als einmal den Nerv.
Kim Falkenberg (29, 29, 3,64): Er startete sehr verhalten und offenbarte vor allem zu Zeiten der frühen Viererkette rechts defensiv einige Mängel. Die stellte er von Woche zu Woche zunehmend ab. Zudem kam ihm die Aufgabe im rechten Mittelfeld im Laufe der Saison entgegen. Hier entfaltete er seine ganzen Möglichkeiten und spielte sich so in die Notizblöcke ambitionierter Vereine. Am Ende entschied er sich nach einer starken ersten Zweitliga-Saison für Fürth.
Markus Kaya (32, 32, 3,78): Auch wenn er nicht mit einem der besten Notenschnitte ausgestattet ist, ist der Spielmacher einer der wenigen Kicker, die nicht direkt zu ersetzen sind. Ist Kaya gut drauf, lebt die Oberhausener Offensive von seinen Ideen. Hat er einen schlechten Tag, geht nach vorne wenig. So viel zu seiner Bedeutung.
Julian Lüttmann (31, 19, 4,05): Er litt etwas unter dem Vertrauensentzug des Trainers. Nach schwächeren Vorstellungen musster er meist als erster Offensiver raus. Trotzdem darf er auf einige sehr wichtige Buden zurück blicken. Wie zum Beispiel der Siegtreffer gegen Mainz 05.
Auf weniger als die Hälfte der benoteten Einsätze kamen:
Olivier de Cock (4, 1, 2,5): Die Verpflichtung hatte man sich anders vorgestellt. Aber der Belgier war die meiste Zeit verletzt und konnte nur als Minijobber eingesetzt werden.
Christoph Semmler (14, 14, 3,11): Bis zu seiner Kreuzband-Blessur stand er auch in Liga zwei seinen Mann. Speziell auf der Linie stark. In der neuen Runde will er wieder angreifen.
David Müller (6, 5, 3,5): Er wurde schon vor der Winterpause aussortiert und wurde auch beim VfR Aalen nicht glücklich.
Christopher Nöthe (14, 13, 3,65): Lange musste er verletzt zuschauen. Aber nach dem Winter startete er durch. Nach einer Phase des Herantastens konnte er seinen Stürmerinstinkt in den letzten Wochen beweisen, als er mehrere wichtige Tore erzielen konnte.
Marcel Landers (24, 8, 3,75): Auf der rechten Seite kam er als Teilzeitarbeiter zum Einsatz. Dabei mit vielen brauchbaren Akzenten, allerdings muss er unbedingt an seinem Abschluss arbeiten.
Timo Uster (20, 12, 2,92): Auch auf den Routinier war Verlass, wenn man ihn gebraucht hat. Verrichtete in der Deckung seinen Job sehr zuverlässig.
Tim Reichert (17, 7, 3,93): Er kam an Tim Kruse und Markus Kaya nicht vorbei. Nahm das ohne Meckerei zur Kenntnis und war sofort zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.
Tuncay Aksoy (2, 1, 4,0): Der Stürmer spielt quasi keine Rolle und wechselte schon im Winter nach Velbert.
Jens Robben (1, 1, 4,0): Auch er hatte keine Chance und kam nur zu einem Einsatz gegen Fürth.
Benjamin Schüßler (19, 14,4,07): Von ihm hat man sich mehr erwartet, hatte aber scheinbar auch nicht das volle Vertrauen vom Coach.
Markus Heppke (17, 14, 4,07): Er kam im Winter aus Schalke und startete gleich in die Startelf durch. Dabei mit vielen Ansätzen, aber es ist sicher noch viel Luft nach oben vorhanden.
Moritz Stoppelkamp (15, 8, 4,19): Am Ball einer der besten Oberhausener, trotzdem blieb ihm der Durchbruch verwehrt. Er muss einfach effektiver werden.
Ferhat Kiskanc (8, 5, 4,2): Nur vor dem Winter ein Kandidat für die linke Seite. Fiel zuletzt sehr lange verletzt aus.
Felix Luz (5, 4, 4,25): Der Angreifer war eigentlich kaum zu bewerten. War nie richtig fit und will nun neu durchstarten.
Ohne benoteten Einsatz:
Musa Celik, Jamal Gay.
Ohne Einsatz:
Jonas Deumeland, Tino Westphal.

