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BVB: Die Spieler in der Einzelkritik zur Saison 2008/2009
Bestnoten für Kehl und Weidenfeller

An Sebastian Kehl kamen in der abgelaufenen Saison nur wenige Gegenspieler vorbei - und das schlug sich in seinen Noten nieder.

Gemeinsam mit BVB-Keeper Roman Weidenfeller und Mats Hummels ist Dortmunds Kapitän der einzige schwarz-gelbe Kicker, der in der Saison 2008/2009 auf einen "Zweier"-Notenschnitt kam. Doch auch die restlichen Noten der Borussen können sich größtenteils sehen lassen.

Sebastian Kehl (28 Einsätze/ 26 benotete Einsätze/ Durchschnittsnote: 2,88): Schon in der Hinrunde zeigte der BVB-Kapitän in seiner Rolle als „Sechser“ in der Mittelfeldzentrale überdurchschnittliche Vorstellungen. Doch dann wurde der 29-Jährige durch eine langwierige Knochenstauchung im Fuß ausgebremst und verpasste weite Teile der Rückrundenvorbereitung. Er brauchte deshalb einige Zeit, um in die Spur zurückzufinden, war ab dem letzten Saisondrittel jedoch so stark wie zu seinen besten Zeiten.

Roman Weidenfeller (32/32/2,94): Zu Beginn der Saison schien es, als bliebe dem Keeper das Verletzungspech treu. Direkt am ersten Spieltag verletzte er sich am Oberschenkel und musste knapp drei Wochen pausieren. Eher durchwachsen waren dann auch seine Leistungen in der Hinrunde. In der zweiten Saisonhälfte zeigte die Formkurve des 28-Jährigen jedoch steil nach oben und der Torhüter avancierte zum sicheren Rückhalt seiner Elf.

Nelson Valdez (29/27/3,19): Der Stürmer spielte die bisher stärkste Saison seiner Karriere, erzielte nicht nur sieben Treffer selbst, sondern bereitete weitere sechs Tore vor. Nur Hajnal und Frei waren an mehr Treffern beteiligt. In punkto Einsatzwillen und Laufbereitschaft machte ihm zudem niemand etwas vor - aber das war man von ihm ja schon gewohnt.

Jakub Blaszczykowski (27/25/3,24): Zwar konnte der Pole in der Rückrunde nicht an seine tollen Auftritte im ersten Halbjahr anknüpfen, weil ihn eine langwierige Muskelverletzung monatelang ausbremste. Dennoch können sich seine Werte (drei Tore, sechs Vorlagen) - gerade im Vergleich zum Vorjahr - mehr als sehen lassen.

Nuri Sahin (25/19/3,26): Nach der Hinrunde hätte wohl niemand vermutet, dass der 20-Jährige am Ende der Spielzeit so weit oben im Ranking auftauchen würde. Doch dank eines anhaltenden Aufwärtstrends und einer Verbesserung der persönlichen Fitness erkämpfte sich der Techniker einen festen Platz in der Startelf der Borussen und ließ sich daraus bis zum Schluss nicht mehr verdrängen. Logisch, dass eine Vertragsverlängerung des Ur-Borussens ganz oben auf der Agenda von Sportdirektor Michael Zorc steht.

Tamas Hajnal (30, 30, 3,26): In seinem ersten Jahr im BVB-Trikot übernahm er sofort die Führungsrolle im Offensivspiel der Dortmunder. Mit 17 Scorerpunkten (fünf Tore, zwölf Vorlagen) konnte er seine Leistung aus dem Vorjahr, als er den KSC ins Liga-Mittelfeld führte, wiederholen und ist damit zum unumstrittenen Regisseur der Dortmunder gereift.

Young-Pyo Lee (18/17/3,32): Der Südkoreaner wurde von Michael Zorc nach der Verletzung von Dede aus dem Hut gezaubert und machte sich prächtig als Ersatz auf den Außenverteidigerpositionen. Nach vorne blieb der 32-Jährige zwar meist farblos, defensiv verrichte er seine Arbeit jedoch äußerst solide.

Patrick Owomoyela (26/24/3,33): Viele schüttelten den Kopf, als der BVB die Verpflichtung des früheren Nationalspielers bekannt gab - und schienen Recht zu behalten, als sich der 29-Jährige in der Hinrunde von einer Verletzung zur nächsten schleppte. Doch ab der Winterpause blieb er verletzungsfrei und sicherte sich prompt mit konstant starken Leistungen einen Stammplatz auf der rechten Seite.

Felipe Santana (23/21/3,33): Der 23-Jährige nahm die wohl überraschendste Entwicklung aller Borussen: Anfangs noch ungeschickt und mit Koordinationsschwierigkeiten, später dann eine feste Bank als Hummels-Ersatz - und Torschütze (vier Treffer).

Alex Frei (29/23/3,34): Der Schweizer brauchte ein halbes Jahr, um sich an die Anforderungen von Jürgen Klopp zu gewöhnen, fand dann jedoch fast zur alten Stärke zurück und wurde Topscorer seiner Mannschaft (zwölf Tore, neun Vorlagen). Doch die Verletzungen der Vergangenheit haben ihre Spuren hinterlassen.

Neven Subotic (33/33/3,36): Nach einer tollen Hinrunde (fünf Treffer) fielen seine Leistungen nach der Winterpause zunächst in ein tiefes Loch. Doch der 20-Jährige kämpfte sich heraus und überzeugte am Ende wieder in der Defensivzentrale.

Florian Kringe (29/24/3,66): Er ist einer der Verlierer der Saison. Anfangs immer in der ersten Elf, stand er ab Mitte der Rückrunde nur noch auf dem Abstellgleis, weil er zu wenig Konstanz in seine Leistungen brachte.

Tinga (27/20/3,70): Auch für den Brasilianer verlief die Saison enttäuschend. In der Hinrunde fast immer erste Wahl, dann strafversetzt auf die Bank. Es könnte seine letzte Saison im BVB-Dress gewesen sein.
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Mats Hummels (12/12/2,91): Der Innenverteidiger zeigte eine starke Hinrunde, kam in der Rückrunde wegen einer Sprunggelenksverletzung jedoch nicht zum Einsatz.

Marc Ziegler (3/3/3,0): Dortmunds Ersatzkeeper zeigte - wie schon in der Vorsaison - bei seinen Einsätzen, dass er eine gute und zuverlässige Alternative zu Roman Weidenfeller darstellt.

Uwe Hünemeier (1/1/3,0): Nach Mats Hummels‘ Verletzung rückte er in den Profi-Kader auf, bekam jedoch erst am letzten Spieltag in Mönchengladbach die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Löste seinen Job dabei äußerst solide.

Dede (13/13/3,08): Feierte am 23. Spieltag sein Comeback, fand danach jedoch noch nicht zur alten Stärke zurück, weil seine Leistungen insgesamt zu unkonstant blieben.

Robert Kovac (4/4/3,25): Der Routinier kam in der Hinrunde nur selten zum Zug, spielte bei seinen wenigen Einsätzen allerdings besser als im gesamten Vorjahr. Dennoch entschied er sich im Winter für den Wechsel in die Heimat, um nicht als Innenverteidiger Nummer vier auf der Bank schmoren zu müssen.

Mohamed Zidan (29/16/3,31): Kam in der Rückrunde meist nicht über die Rolle des Jokers hinaus, überzeugte dabei jedoch als Teilzeit-Torjäger (sieben Saisontreffer, davon vier nach Einwechslungen). Ohne seine Tore hätte der BVB jedenfalls deutlich weniger Punkte auf dem Konto.

Marcel Schmelzer (12/10/3,50): Trat mit jugendlicher Unbekümmertheit in die Fußstapfen von Dede, als dieser verletzt war, und löste seine Aufgabe meist mit Ruhe und Übersicht.

Marc-André Kruska (2/2/3,50): Nur zweimal schenkte ihm Klopp das Vertrauen, dann flüchtete der defensive Mittelfeldspieler nach Brügge, weil ihm beim BVB aufgrund der stärkeren Konkurrenz die Perspektiven fehlten.

Kevin-Prince Boateng (10/5/ 3,80): In seinen wenigen Einsätzen ließ der 22-Jährige sein Talent zwar mehrmals aufblitzen, machte sich die guten Ansätze jedoch immer wieder durch seinen Übermut kaputt. Insgesamt konnte er deshalb nur wenig Argumente für eine Weiterbeschäftigung sammeln.

Antonio Rukavina (5/5/3,80): Der Rechtsverteidiger konnte sich weder gegen Young-Pyop Lee noch gegen Patrick Owomoyela durchsetzen. Im Winter wurde er verliehen und fand bei 1860 München zur alter Stärke zurück.

Diego Klimowicz (10/ 4/4,0): Der Angreifer wirkte bei seinen wenigen Einsätzen meist wie ein Fremdkörper im Spiel. Passte durch seine körperlichen und technischen Voraussetzungen nicht in Klopps System und wechselte deshalb im Winter nach Bochum.

Giovanni Federico (2/1/5,0): Auch Klopp schaffte es nicht, dem Mittelfeldspieler sein Phlegma auszutreiben. Nur zweimal durfte er sein Können zeigen, beide Male fiel er durch.

Bajram Sadrijaj (2/1/5,0): Der junge Stürmer kam aus der Bayernliga zum BVB und zahlte bei seinen Bundesliga-Auftritten Lehrgeld. Eine lange Verletzungsserie verhinderte weitere Einsätze.

Keine benoteten Einsätze:
Christopher Kullmann (7), Delron Buckley (3), Yasin Öztekin (1).

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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